Teamehren für Robert Kaiser

Mit Heinz Schilcher, der sensationell vom GAK losgeeist wurde, und mit Ernst Hölzl von Donawitz sowie mit dem allerersten Sponsor Durisol krallte sich Sturm 1969/70 im Spitzenfeld der Nationalliga fest. Einer der Höhepunkte: das 6:3 über Meister Austria mit Coach Ernst Ocwirk am 30. August 1969 in der Gruabn. Robert Kaiser machte das 2:1 nach Zamut-Pass, das 5:2 mit einem Solo auf das Südtor und das 6:2 per Kopf. Das Duell Kaiser gegen Austria-Stopper Waschi Frank entschied Robert klar für sich. Sturm spielte mit Grloci; Franz Reiter, Berek, Willi Huberts; Fuchs, Schilcher; Hölzl, Murlasits, Kaiser, Wagner, Zamut (Reisinger).

Teamchef Leopold Stastny konnte den Mittelstürmer nicht mehr übersehen und berief ihn ins Nationalteam. Am 5. November 1969 schlug Österreich Schottland in der WM-Quali mit 2:0. Die Auswahl: Harreither; Wallner, Sturmberger, Schmidradner, Fak; Geyer, NorbertHof; Parits, Ettmayr, Kaiser, Redl.

Im Mai 1970 verlor Sturm Gerd Springer an Rapid, der US-Ungar Janos Szep war sein Nachfolger. Für Kaiser wurden die Messestädte-Spiele (Vorläufer des UEFA-Pokals) zum Highlight. In der ersten Runde tat sich Sturm in Tampere (Finnland) gegen Ilves Kissat schwer, lag mit 1:4 zurück, ehe Kaiser in Minute 54 das wichtige 2:4 erzielte. In Graz feierte Sturm am 30. September 70 ein 3:0 über die Finnen, Murlasits, Albrecht und Kaiser waren die Schützen.

Und dann der Karriere-Höhepunkt gegen Arsenal London. Heinz Zamut schoss in Minute 50 das umjubelte 1:0, vier Minuten später traf Robert Kaiser zum 2:0. Es wurde vom tschechischen Referee Smejkal – wie sich via ORF herausstellte – zu Unrecht aberkannt.

Unter dem Deutschen Adolf Remy war Kaiser im Frühjahr 1972 durch eine Verletzung außer Gefecht und wurde von Gert und Remy im Sommer 1972 zwecks Regeneration für ein Jahr nach Kapfenberg verliehen. Im Sommer 1973 war er unter Trainer Karl Schlechta wieder zur Stelle, gerade recht zum großen Erfolgslauf im Herbst 1973, der Sturm bis zur zehnten Runde auf Rang eins spülte.