Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj warnt vor neuer russischer Offensive
Aktualisiert am 15.05.2026 – 19:46 UhrLesedauer: 23 Min.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor einer zweiten Front in Belarus. (Archivbild) (Quelle: Uncredited/dpa)
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Selenskyj fürchtet eine Ausweitung der russischen Kampfzone. Die Ukraine greift eine russische Raffinerie an. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Selenskyj fürchtet russischen Aufmarsch über Belarus
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einer engeren Einbindung von Belarus in den Angriffskrieg des russischen Staatschefs Wladimir Putin auf sein Land gewarnt. „Wir verzeichnen anhaltende russische Versuche, Belarus tiefer in den Krieg gegen die Ukraine hineinzuziehen“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Zugleich warnte er vor möglichen russischen Angriffen auf das ukrainische Präsidialamt in Kiew.
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte sein Territorium 2022 für den russischen Aufmarsch zur Verfügung gestellt. Zwischenzeitlich hatte Putin häufiger mit der Stationierung von Atomwaffen in Belarus gedroht. Die Ukraine warnte nun vor einer engeren Einbindung in den Krieg. „Die Ukraine verfügt über Einzelheiten des Gesprächs zwischen Russland und Belarus“, warnte Selenskyj.
Ukrainisches Kind legt russische Drohne lahm
Der zwölfjährige ukrainische Junge Anatolij Prokhorenko wird in der Presse als Retter seiner Familie gefeiert. Dem Kind ist es gelungen eine russische Glasfaser-Drohne bei einem Angriff auf seine Geschwister zu stoppen. Der Junge kappte das Glasfaser-Kabel und brachte die Drohne vor der Explosion zum Absturz.
Russlands Gefängnispopulation sinkt durch Einsätze im Krieg
Die Zahl der Gefängnisinsassen in Russland ist in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 180.000 Menschen gesunken. Das entspricht etwa 40 Prozent. Der Rückgang sei teilweise auf die Rekrutierung von Gefangenen für den Krieg in der Ukraine zurückzuführen, erklärte der Leiter des russischen Gefängniswesens laut „Kyiv Independent“.
Seit dem Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine haben die Behörden Gefangenen Militärverträge angeboten, die es ihnen ermöglichen, im Austausch für die Chance auf Aufhebung ihrer Strafen zu kämpfen – sofern sie überleben.
Ukraine: Russland hat über 1,3 Millionen Soldaten verloren
Russland hat laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte seit Beginn des Krieges in der Ukraine 1.346.390 Soldaten verloren. Zudem soll Russland 11.935 Panzer, 4.569 gepanzerte Kampffahrzeuge, 96.540 Fahrzeuge und Treibstofftanks, 42.085 Artilleriesysteme, 1.788 Mehrfachraketenwerfer, 1.379 Luftverteidigungssysteme, 435 Flugzeuge, 352 Hubschrauber, 291.458 Drohnen, 1.388 unbemannte Bodenfahrzeuge, 33 Schiffe und Boote sowie zwei U-Boote verloren haben.
Die Ukraine legt ihre eigenen Verluste während des Krieges unter Berufung auf operative Geheimhaltung nicht offen.
Putin lobt Russlands Wirtschaft trotz gesenkter Wachstumsprognose
Der russische Präsident Wladimir Putin hat die jüngste Entwicklung der heimischen Wirtschaft gelobt und erste positive Ergebnisse staatlicher Konjunkturmaßnahmen hervorgehoben. Die Wirtschaftsdaten für März seien mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent positiv ausgefallen, sagte Putin am Freitag bei einem im Fernsehen übertragenen Regierungstreffen. Die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft würden greifen.
