Newsblog zum Krieg in Nahost

USA: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon wird verlängert

Aktualisiert am 16.05.2026 – 01:17 UhrLesedauer: 11 Min.

Nahostkonflikt - LibanonVergrößern des Bildes

Explosion im Libanon (Archivbild): Washington spricht von einer Verlängerung der Waffenruhe. (Quelle: –/dpa/dpa-bilder)

Jetzt neu bei t-online:

Schriftgröße anpassen!

Artikel teilen

Die Waffenruhe im Libanon wird verlängert. Zwei arabische Länder haben offenbar den Iran angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

VAE: Militäroperationen gegen Iran dienen nur der Verteidigung

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt.

Angriff im Libanon

Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sind einem Medienbericht zufolge sechs Menschen getötet worden. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.

USA: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon wird verlängert

Israel und der Libanon verlängern nach Angaben der USA die bestehende Waffenruhe um 45 Tage. Die am 16. April erklärte Einstellung der Feindseligkeiten werde ausgedehnt, um weitere Fortschritte zu ermöglichen, teilt das US-Außenministerium mit. Die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern sollen am 2. und 3. Juni fortgesetzt werden.

Iran: Hoffen, dass Vernunft in das Weiße Haus zurückkehrt

Irans Außenminister hat die Außenpolitik der USA scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi warf Chefdiplomat Abbas Araghtschi der US-Regierung widersprüchliche Signale in der Kommunikation vor. „Die Botschaften, die wir von amerikanischer Seite erhalten, unterscheiden sich täglich. (…) Manchmal erhalten wir sogar an einem einzigen Tag mehrere unterschiedliche Botschaften“, sagte Araghtschi.

Als Beispiel nannte der Minister Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der sich über einen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran empört hatte. „Danach erhielten wir jedoch erneut Botschaften von amerikanischer Seite, die zeigten, dass sie an der Fortsetzung der Gespräche und der weiteren Interaktion interessiert sind“, sagte Araghtschi bei der Pressekonferenz am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe.

Iran: Russland hat Hilfe im Atomstreit angeboten

Russland hat iranischen Angaben zufolge im Atomstreit mit dem Westen Hilfe angeboten. „Ich habe Präsident (Wladimir) Putin in Russland getroffen, und wir haben auch über Uran gesprochen“, sagte Irans Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Pressekonferenz in Neu-Delhi. Er dankte der russischen Regierung für ihren „Vorschlag“.

Araghtschi bestätigte damit am Rande des Außenminister-Treffens der Brics-Staatengruppe Worte von Putin. Der Kremlchef hatte nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg erklärt, Russland sei bereit, hochangereichertes Uran aus dem Iran zur Lagerung zu übernehmen.