Energizer will ein wachsendes Problem lösen: Immer mehr Kinder verschlucken kleine Knopfzellen aus Alltagsgeräten. Diese Batterien stecken in Fernbedienungen, Autoschlüsseln oder Trackern und können schon nach kurzer Zeit schwere Verletzungen verursachen. Der Hersteller stellt nun eine neue Generation vor, die genau dieses Risiko deutlich senken soll.

Gefahr durch Knopfzellen bleibt hoch

Knopfzellen sind weitverbreitet und stecken in vielen Geräten des täglichen Lebens. Besonders problematisch: Modelle mit etwa 20 Millimetern Durchmesser entsprechen ungefähr der Breite der Speiseröhre kleiner Kinder. Dadurch können sie leicht stecken bleiben. Die Folgen sind gravierend: Schon nach 15 Minuten kann es zu Verätzungen kommen. Innerhalb weniger Stunden besteht sogar Lebensgefahr. Laut Energizer werden in den USA jedes Jahr rund 3.500 Knopfzellen verschluckt, meist von Kindern zwischen 0 und 6 Jahren. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Fälle deutlich gestiegen und hat sich etwa verneunfacht. Auch in Europa dürfte die Zahl laut einer niederländischen Studie im Bereich von Tausenden bis Zehntausenden Fällen liegen.

Neue Sicherheitslösung von Energizer

Energizer reagiert mit den neuen „Ultimate Child Shield„-Batterien. Sie sollen mehrere Schutzmechanismen kombinieren und so das Risiko deutlich reduzieren. Die Technik setzt auf vier Sicherheitsstufen:kindersichere Verpackungungiftige BitterbeschichtungColor AlertSchutz vor VerätzungenKindersichere Verpackungen sind bereits bei anderen Herstellern wie Duracell verbreitet. Auch eine extrem bittere Beschichtung kommt schon bei anderen Herstellern zum Einsatz, um Kinder abzuschrecken (oft Bitrex, der bitterste Stoff der Welt). Neu ist vor allem der sogenannte Color Alert. Dabei färbt sich der Mund sofort blau, wenn die Batterie mit Speichel in Kontakt kommt. Betreuungspersonen können so schneller reagieren. Laut Energizer sollen diese Batterien erstmals so konstruiert sein, dass sie beim Verschlucken keine Verätzungen verursachen. Das adressiert genau das größte Risiko. Lori Shambro, Vizepräsidentin und Chief Marketing Officer bei Energizer, sagt: „Da 20-mm-Lithium-Knopfzellen immer mehr unserer Geräte mit Energie versorgen, ist es entscheidend, die Gefahr von Verätzungen durch Verschlucken zu beseitigen, falls eine dieser Batterien von einem Kind verschluckt wird. Energizer Ultimate Child Shield leistet genau das – es ist eine revolutionäre Technologie, die das Risiko von Verätzungen durch Verschlucken eliminiert.“

Entwicklung mit tragischem Hintergrund

Die neuen Batterien sind das Ergebnis mehrjähriger Forschung. Bereits 2023 brachte Energizer zusammen mit Reese’s Purpose erste Modelle mit Color Alert auf den Markt. Der Hintergrund ist tragisch: Reese, ein 18 Monate altes Mädchen aus Texas, starb 2020 nach dem Verschlucken einer Knopfzelle aus einer Fernbedienung. In den USA führte dieser Fall zu strengeren Vorschriften. Seit 2022 verpflichtet ein Gesetz Hersteller zu kindersicheren Verpackungen. Auch in der EU gelten seit 2023 ähnliche Regeln. Mit den „Ultimate Child Shield“-Batterien will Energizer nun einen weiteren Schritt gehen. Ziel ist es, die Nutzung im Alltag sicherer zu machen und das Risiko für Kinder deutlich zu reduzieren.💡 Tipp: Sehen Sie COMPUTER BILD-Inhalte öfter bei Google – auch in den News. Einfach auf den Link klicken, Haken setzen, Tab schließen. Fertig.
COMPUTER BILD als Quelle festlegen