Am Tag vor der Show hat die schwedische ESC-Teilnehmerin Felicia Eriksson einem Medienbericht zufolge das Bewusstsein verloren. Sie will demnach dennoch an den Start gehen. Derweil fand in Stuttgart die „Jewrovision“ statt. Mehr im Liveticker.

WO landet Deutschland dieses Mal? Und gibt es politische Eklats? Am Samstagabend findet in Wien der diesjährige Eurovision Song Contest (ESC) statt.

Mit unserem Liveticker zum Event bleiben Sie auf Stand.

15:25 Uhr – Sarah Engels ist ausgeschlafen

Deutschlands ESC-Teilnehmerin Sarah Engels geht ausgeschlafen in das Finale des Eurovision Song Contest. Die Nacht sei „ehrlicherweise ganz entspannt“ gewesen, sie habe ganze 7,5 Stunden geschlafen, sagte sie „Bild“. Das sei für sie als Mama sehr viel. „Also normalerweise zu Hause schlafe ich weniger als hier. Aber hier habe ich versucht, mir ein bisschen Ruhe zu gönnen in der Nacht“, so die 33-Jährige.

14:15 Uhr – Polizei nennt Lage „sehr ruhig“

Vor der Final-Show des streng bewachten Eurovision Song Contest (ESC) und den angekündigten Demonstrationen in Wien hat ein Polizeisprecher die Lage als „sehr ruhig“ bezeichnet. Das sei schon während der ganzen ESC-Woche so gewesen und habe sich bislang nicht geändert Die Polizei war dennoch auch am Samstag mit einem deutlich sichtbaren Großaufgebot an Beamten und Spezialkräften im Einsatz.

11:29 Uhr – Bericht: Schwedische Kandidatin erleidet Ohnmachtsanfall

Die schwedische Teilnehmerin Felicia Eriksson hat bei der Generalprobe für den ESC der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“ zufolge das Bewusstsein verloren. Demnach fiel die Sängerin in einer Loge in Ohnmacht, nachdem sie sich zuvor bereits unwohl gefühlt hatte. Die schwedische Delegationsleiterin erklärte den Vorfall mit Dehydrierung, Hitze und enger Kleidung. Es gehe der Sängerin aber „gut“. Man habe „Maßnahmen“ ergriffen, damit sich der Vorfall nicht wiederhole, etwa werde sie vor dem Auftritt nicht an der Flaggenparade teilnehmen.

In mehreren Auswahlrunden vor Publikum hatte sich Felicia unter 30 Kandidatinnen und Kandidaten durchgesetzt. Vor zwei Jahren hatte die noch mit Strumpfmaske auf dem Kopf als Kunstfigur Fröken Snusk am Vorentscheid teilgenommen. Jetzt trägt sie stattdessen eine schwarze Spitzenmaske über Mund und Nase und schmettert der ESC-Gemeinde den pulsierenden Elektro-Popsong „My System“ entgegen.

10:34 Uhr – Jugendzentrum aus Baden gewinnt „Jewrovision“

Das Jugendzentrum „JuJuBa“ aus Baden hat den jüdischen Gesangs- und Tanzwettbewerb „Jewrovision“ gewonnen. Damit setzte sich die Gruppe, die auch den Preis für den besten Gesang erhielt, in Stuttgart gegen zwölf weitere Jugendzentren durch, wie der Zentralrat der Juden in Deutschland am Freitagabend mitteilte. Auf den Plätzen zwei und drei folgten „Olam Berlin“ sowie „We.Zair Westfalia“.

Die „Jewrovision“, die sich am Vorbild des ESC orientiert, ist nach eigenen Angaben das größte jüdische Jugendevent in Europa und stand dieses Jahr unter dem Motto „Voices of Hope“. Es treten jüdische Jugendzentren aus ganz Deutschland gegeneinander an. Die „Jewrovision“ wird seit 2013 vom Zentralrat der Juden organisiert, Schirmherrin in diesem Jahr war Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU). Zu dem bisher größten Wettbewerb kamen rund 2.700 Zuschauer.

09:49 Uhr – Finale von Eurovision Song Contest steigt in Wien – Finnland gilt als Favorit

In der österreichischen Hauptstadt Wien steigt am Samstag (21.00 Uhr) das ESC-Finale. Insgesamt 25 Länder treten in dem weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerb gegeneinander an, der Gewinner wird mit einem gläsernen Mikrofon ausgezeichnet. In den Wettbüros gilt Finnland als deutlicher Favorit. Auch Australien, Griechenland und Israel werden von den Buchmachern aber Siegchancen zugerechnet.

Für Deutschland startet Sarah Engels mit der Popnummer „Fire“ beim ESC. Die 33-Jährige wurde kurz vor dem Finale auf einem der hinteren Plätze gesehen. Der ESC feiert in diesem Jahr 70-jähriges Bestehen. Getrübt wird das Jubiläum von einem Streit über die Teilnahme Israels. Mit den Niederlanden, Spanien, Irland, Slowenien und Island boykottieren fünf Länder den Wettbewerb aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen.

dpa/Reuters/AFP/säd/krö