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München (Bayern) – Mit der Serie „Münchner Geschichten“ wurde er in der Rolle des Karl „Tscharlie“ Häusler schon 1974 zum bayerischen Kult. BILD berichtete exklusiv über den Tod von Günther Maria Halmer (†83). Der beliebte Schauspieler, der in über 190 Film- und Fernsehproduktionen mitwirkte, starb in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai nach einer schweren Krebserkrankung. Jetzt fand eine geheime Trauerfeier für Halmer in der Pfarrkirche St. Rupert und Martin in Söllhuben (Landkreis Rosenheim) statt.
Nur der engste Familien- und Freundeskreis wusste von der Gedenkfeier. Witwe Claudia Halmer informierte die Teilnehmer handschriftlich auf der Trauerkarte über den Ort. Nach der Trauerfeier trafen sich die Gäste im Gasthof Hirzinger in geschlossener Gesellschaft. Auf jedem Tisch wurde die Trauerkarte von Halmer platziert. Die Familie wählte darin einen Vers von Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832), der mit den Sätzen beginnt: „Gut verloren – etwas verloren! Musst rasch dich besinnen und Neues gewinnen.“

Handschriftlich wurden einige der Trauergäste über Ort und Zeitpunkt der geheimen Trauerfeier informiert. Unterschrieben ist sie von Witwe Claudia Halmer
Foto: Privat
Nachbarin überrascht von Tod Halmers
Wann und wo Halmer seine letzte Ruhe finden wird – oder schon gefunden hat –, wissen auch seine Nachbarn in seinem Wohnort Höhenmoos (etwa 170 Einwohner) noch nicht. Dort war sein schlechter Gesundheitszustand bis zuletzt ein kleines Geheimnis. Eine Nachbarin zu BILD: „Die Todesnachricht hat mich echt überrascht.“ Bekannt war nur, dass sich der gebürtige Rosenheimer im vergangenen Winter einer Operation unterziehen musste, die er aber scheinbar gut überstanden hatte.

Witwe Claudia Halmer nach der Trauerfeier in der Pfarrkirche in Söllstuben bei Rosenheim. An ihrer Seite die Enkelkinder
Foto: Privat

Sohn Dominik Halmer (48, r.) verlässt mit einem Freund der Familie die Trauerfeier. Er arbeitet als Künstler
Foto: Privat

Waren 50 Jahre ein Paar. Günther Maria Halmer mit seiner großen Liebe Claudia beim Bayerischen Filmpreis 2022
Foto: BREUEL-BILD/V.Dornberger
Halmer war seit 1976 verheiratet
Bis zuletzt an seiner Seite wachte seine Frau Claudia. Das Paar war seit 1976 verheiratet, sie haben zwei Söhne: Daniel und Dominik. Günther Maria Halmer war im Gegensatz zum „Tscharlie“ kein Hallodri, sondern ein Mensch mit Tiefgang und Bodenständigkeit. Von 1988 bis 2001 spielte er mit dem Strafverteidiger Jean Abel eine weitere Paraderolle seines Lebens. Auch international sorgte der Schauspieler für Aufsehen, wie mit Rollen in „Gandhi“ (1982, acht Oscars) oder „Sophies Entscheidung“ (1982) neben Meryl Streep.

Legendärer Ritt auf der Ludwigstraße: Die Cowboys Zappata (Towje W. Kleiner, †63), Zorro alias Tscharlie (M., Günther Maria Halmer) und Gringo (Frithjof Vierock, †76) in Helmut Dietls Kultserie „Münchner Geschichten“ 1974
Foto: BR
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU): „Bayern trauert um Günther Maria Halmer. Der gebürtige Rosenheimer war einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Schauspieler – ein echtes bayerisches Original mit internationaler Strahlkraft. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Der Freistaat wird ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.“

Auch die Münchner TV-Serien-Legende Michaela May (74, „Monaco Franze“) war mit ihrem Mann Bernd Schadewald (75) bei der Trauerfeier
Foto: Privat