Nach drei Saisons in der Bundesliga steigt Blau-Weiß Linz wieder ab. Riesige Enttäuschung und Trauer nach dem 0:3 (0:1) im ausverkauften Donau-Stadion gegen den GAK. Bei Spielern, Trainer Michael Köllner, Sportchef Christian Schösswendter und Geschäftsführer Christoph Peschek, der den sofortigen Wiederaufstieg als Devise ausgab. Letzte Saison stand Blau-Weiß noch in der Meistergruppe, danach verabschiedete sich Trainer Gerald Scheiblehner. Möglicherweise war dies der Anfang vom Abstieg. Auch wenn es den Linzern wehtut: Der Abstieg ist gerecht. Denn die Chance auf Rettung kam nur durch die Punkteteilung nach dem Grunddurchgang, die es in dieser Saison zum letzten Mal gab, zurück. Wären alle mitgenommen worden, hätten viel mehr als „nur“ sechs zur Rettung gefehlt.

Für die Blau Weiß-Fans gab es bereits nach sechs Minuten den großen Schock. Zuvor fehlte bei einem Kopfball von Ronivaldo nur wenig zur Führung, dann leitete ein Fehlpass von Simon Seidl die schnelle GAK-Führung ein. Von da an waren die Grazer die reifere und bessere Mannschaft. Das 0:2 durch Alex Hofleitner fiel nach sieben Minuten der zweiten Hälfte, der dritte Treffer durch Kapitän Daniel Maderner als Draufgabe erst in der Nachspielzeit. „Jetzt darf zwei Tage lang Alkohol getrunken werden“, meinte Trainer Ferdinand Feldhofer, der die Nervenanspannung zugab: „Die Punkteteilung kostet jedem Trainer Substanz!“ Nächste Saison bleibt ihm die erspart. Tino Wawra, der Sportvorstand mit Blau-Weiß-Vergangenheit, gestand, dass die letzte Woche die bisher schwerste für ihn war: „Ich konnt kaum schlafen, so sehr hat mich alles beschäftigt“. Die Spieler werden den Klassenerhalt auf Mallorca feiern, dort den Vorarlberger Aufsteiger Austria Lustenau treffen.

Für die Mannschaft, die sich letzte Woche nach geschafftem Klassenerhalt bereits drei Tage die Mallorca-Sause gönnte, geht die Saison noch weiter: Der Wolfsberger AC verteidigte mit dem 2:0 (1:0) gegen WSG Tirol, den Ex-Klub von Trainer Thomas Silberberger, Platz zwei hinter Ried, trifft Dienstag im Kampf um den Einzug ins Play-off-Finale um einen Europacupplatz auswärts auf Ried. Beim vierten Sieg hintereinander fiel die Führung bereits nach 78 Sekunden durch Dejan Zukic, das 2:0 im Finish war ein Eigentor von Tirols Innenverteidiger Jamie Lawrence. Im Tor spielte Lukas Gütlbauer statt Nikolas Polster. Aber nicht, weil Polster als Einziger nicht nach Mallorca geflogen war, sondern trainiert hatte Gütlbauer sollte als Nummer eins „getestet“ werden, da sich der Abgang von Polster abzeichnet. Gütlbauer bestand den Test, in Ried spielt aber wieder Polster.

Ried verlor in Altach durch zwei Elfmeter, die Patrick Greil und Yann Massambo verwandelten, 0:2, wobei Trainer Max Senft rotierte, weil drei Tage später ein wichtigeres Spiel folgt, zu Beginn sechs Neue einsetzte, unter anderem Kingstone Mutandwa, Anton van Dijk und den Abwehrriesen Nikki Havenaar von Beginn an schonte, Ante Bajic gar nicht einsetzte. Bei Altach kommt es zum großen Umbruch: Sportchef Philipp Netzer verabschiedete neun Spieler.

 

Foto: Gepa/Admiral.