Die Vorarlbergerin verpasste den Sieg in Andorra nur knapp. Der Kampf um die Abfahrtskugel spitzt sich zu.
Nina Ortlieb hat am Freitag in Soldeu (Andorra) ihren ersten Abfahrtssieg im alpinen Ski-Weltcup knapp verpasst. Die Vorarlbergerin musste sich im ersten Rennen nach den Olympischen Spielen in Italien um nur elf Hundertstel der Schweizerin Corinne Suter geschlagen geben. Während die Peking-Olympiasiegerin ihren sechsten Weltcupsieg feierte, meldete sich Ortlieb nach zwei Ausfällen in Cortina mit einem Podestplatz zurück. Dritte wurde die Italienerin Sofia Goggia (+0,24 Sek.).
Für Ortlieb war es das erste Abfahrtspodium seit Dezember 2022 sowie ihrem Comeback nach einem Unterschenkelbruch im Jänner 2025. „In Summe habe ich eine wirklich gute Fahrt gemacht und viel Engagement gezeigt. Im oberen Bereich war ich einmal tief von der Linie, da habe ich die entscheidende Zeit verloren. Aber dennoch darf ich zufrieden sein“, sagte die 29-Jährige, die im Abschlusstraining mit einer überlegenen Bestzeit aufgezeigt hatte, im ORF. Olympia sei eine schwierige Woche für sie gewesen. „Dass ich das innerhalb einer Woche in die andere Richtung ummünzen habe können, freut mich besonders.“
Die Steirerin Cornelia Hütter, die zuletzt erkrankt das Bett gehütet hatte, belegte nach einem kleinen Patzer im Finish den sechsten Platz (+0,62) eine Hundertstel hinter US-Olympiasiegerin Breezy Johnson. Mirjam Puchner fuhr nach einem heftigen Sturz im Super-G-Training am vergangenen Sonntag auf den 13. Rang (+1,53). Direkt dahinter kam Teamkombi-Olympiasiegerin Ariane Rädler (+1,67) bei Sonnenschein, frühlingshaften Temperaturen und einer perfekt präparierten Piste etwas ratlos ins Ziel.
Der Kampf um die Abfahrtskugel spitzt sich bei noch drei zu fahrenden Rennen nach dem verletzungsbedingten Saisonende von Lindsey Vonn zu. In Führung liegt weiter die US-Amerikanerin mit 400 Punkten auf dem Konto, dahinter folgt die Deutsche Emma Aicher (306), die in Soldeu Vierte wurde.
Beim Speed-Triple in Andorra, wo der abgesagte Super-G in Altenmarkt-Zauchensee nachgeholt wird, stehen am Samstag und Sonntag (jeweils 10.15 Uhr/live ORF 1) noch zwei Super-G auf dem Programm. In der kommenden Woche folgen zwei Abfahrten und ein Super-G in Val di Fassa, ehe es zum Abfahrts-Saisonfinale am 21. März nach Lillehammer geht. (APA)
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