Vom Wunsch nach nachhaltigem Wohnen, Investitionen in ökologischen Mehrwert und Offensiven bei Sonnenstrom, Dekarbonisierung und Heizungssystemen.
der Befragten einer aktuellen, repräsentativen Gallup-Umfrage im Auftrag von Raiffeisen Immobilien geben an, dass es ihnen wichtig ist, in einem nachhaltigen Gebäude zu leben. Besonders stark ausgeprägt ist dieser Wunsch bei den 20- bis 30-Jährigen, aber auch in älteren Altersgruppen liegt die Zustimmung auf hohem Niveau.
Ein Fazit der Studie: Nachhaltigkeit ist für viele nicht nur eine Frage der Überzeugung, sondern auch der Wertsicherung und Vorsorge. So achtet mehr als ein Drittel der Befragten gezielt auf natürliche Baumaterialien, ein weiteres Viertel auf nachhaltige Kühlungssysteme.
Vor allem die Vertreter der jüngeren Generationen, die den Wandel hin zur Nachhaltigkeit vorantreiben, sind bereit, höhere Kaufpreise oder Mieten für energieeffiziente Ausstattung, insbesondere Solaranlagen und Wärmepumpen, und eine gute öffentliche Verkehrsanbindung zu zahlen.
von 110 befragten Vertretern der heimischen Immobilienbranche (EY Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt Österreich 2026) erwarten eine weiter zunehmende Preisdifferenzierung zwischen nachhaltigen und nicht nachhaltigen Immobilien. Zwei Drittel sehen zudem klare Finanzierungsvorteile für taxonomiekonforme Objekte.
Ein Fazit der Studienautoren: Nachhaltigkeit ist kein Zusatzthema mehr, sondern Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Auftritt am Markt. Dass hierzulande immer stärker in nachhaltige Immobilien investiert wird, zeigt sich beispielsweise mit Blick auf Österreichs wohlhabendste Familien.
Laut der PwC-„Global Family Office Deals Study“ entfallen bereits rund 60 Prozent der Investments österreichischer Family Offices auf Anlagen mit sozialem oder ökologischem Mehrwert, Tendenz steigend.
an Photovoltaik-Leistung will Wien bis zum Jahr 2030 erreichen. Genutzt werden soll im Rahmen dieser Zielsetzung vor allem das Potenzial von Dächern und Fassaden von Gebäuden. Für die Beschleunigung des Ausbaus von Sonnenstrom soll eine neue Bauordnung sorgen, die eine PV-Pflicht für Neubauten beinhaltet.
Aktuell arbeitet die Stadt zudem an einem neuen PV-Förderpaket. Der Fokus soll dabei auf dem Mehrgeschoßwohnbau, versiegelten Freiflächen sowie urbanen PV-Lösungen liegen. Die Bedeutung von Wohnbauten bei diesem Projekt zeigt sich am Beispiel von Wiener Wohnen: In Zusammenarbeit mit Wien Energie werden die Dächer von Gemeindebauten mit Solarkraftwerken ausgestattet. Diese Projekte, die bereits in Floridsdorf und Meidling realisiert wurden, sollen den Bewohnern helfen, ihren Stromverbrauch zu senken und einen Beitrag zur städtischen Energieversorgung leisten.
verursachen beim Heizen mit fossilen Brennstoffen derzeit fast 90 Prozent der CO2-Emissionen im Wiener Gebäudesektor, diese gilt es in den nächsten Jahren nachhaltig umzurüsten. Der Hintergrund: Bis 2040 sollen alle Gebäude in Wien klimaneutral, emissionsfrei und erneuerbar geheizt und (wo nötig) gekühlt werden.
Dass der Umstieg auf die Erneuerbaren in allen Arten von Immobilien möglich ist, soll etwa in Wien an den Beispielen der Initiative „100 Projekte Raus aus Gas“ deutlich werden. Diese holt Projekte vor den Vorhang, die den Wechsel von Gasheizungen zu erneuerbaren Heizsystemen abseits der Fernwärme erfolgreich umsetzen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung von einfamilienhausähnlichen Siedlungsstrukturen. In Ein- und Zweifamilienhäusern prägen rund 45.000 Nutzungseinheiten die städtische Siedlungsstruktur und sind häufig nicht an die Fernwärme angeschlossen.
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