In den letzten beiden Grunddurchgang-Runden der Bundesliga-Saison 2025/26 trifft die WSG Tirol mit dem FC Blau-Weiß Linz und GAK 1902 auf jene beiden Teams, die hinter dem Tabellenzehnten rangieren. Zunächst geht es für die Semlic-Schützlinge am Sonntag (17 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) auswärts gegen das Schlusslicht aus der Stahlstadt ran. Gegen die Blau-Weißen gewannen Kapitän Valentino Müller & Co. das Hinspiel in Innsbruck mit 2:0. Mit einem erneuten Dreier würden die Wattener nicht nur den Abstand auf die Gastgeber auf 14 Punkte vergrößern, sondern womöglich noch die Meistergruppe-Minimalchance wahren. 

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr kassierten Jamie Lawrence (hier vor dem damaligen 1:0-Torschützen Ronivaldo) und die WSG Tirol beim bisher letzten Auswärtsspiel gegen den FC Blau-Weiß Linz eine bittere Niederlage. Damals am 2. März 2025 in Runde 20 gelang Abwehrspieler Alem Pašić in der Nachspielzeit (90.+2) der 2:1-Siegtreffer für die Oberösterreicher, die im vergangenen Frühjahr dann den Sprung in die Meistergruppe schafften, während die Wattener im Unteren Play-off unterwegs waren. 

Auch zweites Auswärtsspiel im Kalenderjahr in Linz

Noch zwei Runden sind im Grunddurchgang zu spielen und die WSG Tirol trifft nach dem Heimspieldoppel zuletzt gegen den amtierenden Meister SK Puntigbamer Sturm Graz (1:0) und Aufsteiger SV Oberbank Ried (1:1) auf die beiden unmittelbaren Verfolger FC Blau-Weiß Linz bzw. GAK 1902. Ergo: Es geht um sehr viel im Kampf um den Klassenerhalt. Das Erreichen der Meistergruppe ist für die Wattener zwar rechnerisch noch möglich, nach dem 1:1 gegen die Rieder allerdings sehr unwahrscheinlich.

Hauptziel vor der Punkteteilung ist es, den Vorsprung auf das Tabellenende weiter auszubauen – die WSGler wollen in diesem Kalenderjahr erstmals auch auswärts etwas Zählbares mitnehmen. Dabei geht es auch im zweiten Spiel in der Fremde für den Tiroler Tross nach Linz. Nach der 0:1-Niederlage vor Wochen beim LASk, wollen die Gäste diesmal mit Punkten im Gepäck ins Heilige Land zurückkehren.

Doch die Blau-Weißen haben nichts zu verschenken, brauchen im heimischen Hofmann Personal Stadion am Sonntag ebenso Punkte, um den Anschluss an die unmittelbare Konkurrenz zu wahren. Ihr letztes Heimspiel gegen den RZ Pellets WAC gewann das Team um Neo-Cheftrainer Michael Köllner mit 2:1.

Standards als Schlüssel / Stejskal-Einsatz fraglich

Gut möglich, dass Standardsituationen auch in dieser Partie entscheidend sein werden: Die Tiroler erzielten ihre letzten beiden Treffer nach Eckbällen – der FC Blau-Weiß Linz hingegen kassierte sämtliche Gegentore in diesem Jahr nach Standards. WSG-Cheftrainer Philipp Semlic muss auf Mittelfeldmotor Matthäus Taferner verzichten.

Der 25-jährige Klagenfurter fällt mit einer Bänderverletzung einige Wochen aus. Der zuletzt durch Sehprobleme beeinträchtigte Stammkeeper Adam Stejskal befindet sich wieder im Mannschaftstraining – ein Einsatz gegen die Linzer am Sonntag ist jedoch fraglich.

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