TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Kapstadt (Südafrika) – Weltstars zu Gast bei „Sing meinen Song“! Klaus Meine (77) und Rudolf Schenker (77) von den Scorpions beehrten das Tauschkonzert am Dienstagabend und hatten viele spannende Geschichten aus ihrer 60-jährigen Band-Historie zu erzählen. 110 Millionen verkaufte Tonträger, 4000 Konzerte in 83 Ländern und Hits mit Gänsehaut-Garantie – die Scorpions haben seit Jahrzehnten Legendenstatus. Doch auch für sie war aller Anfang schwer, wie sich beide in der Vox-Show erinnern.

Klaus Meine verrät: „Unsere Gigs wurden durch das Arbeitsamt vermittelt.“ Bitte was? Ein Auftritt aus dieser Zeit ist dem Musiker besonders gut im Gedächtnis geblieben. Meine: „Das war in Goslar in einem Hotel. Da tagte der örtliche Tennisklub. Also ein bisschen versnobt.“

Mehr zum Thema„Die saßen da, haben sich die Ohren zugehalten“

Schon rein optisch wollten Band und Publikum damals irgendwie nicht zusammenpassen. Klaus Meine amüsiert: „Wir kamen da rein mit unseren Verstärkern. Und die alle fein angezogen und zurechtgemacht.“

Die Scorpions im Jahr 1991 (v.l.): Bassist Francis Buchholz (damals 37), Gitarrist Matthias Jabs (damals 36), Schlagzeuger Herman Rarebell (damals 42), Sänger Klaus Meine (damals 43) und Gitarrist Rudolf Schenker (damals 43)

Die Scorpions im Jahr 1991 (v.l.): Bassist Francis Buchholz (damals 37), Gitarrist Matthias Jabs (damals 36), Schlagzeuger Herman Rarebell (damals 42), Sänger Klaus Meine (damals 43) und Gitarrist Rudolf Schenker (damals 43)

Foto: Getty Images

Auch musikalisch konnten die Scorpions nicht punkten. Meine bei „Sing meinen Song“ über die skurrile Situation: „Wir haben losgelegt und volles Brett gespielt. Und die saßen da, haben sich die Ohren zugehalten und gedacht: Wer hat denn diese Band engagiert?“ Um den Abend zu retten, spielten die Scorpions schließlich Tanzmusik. Klaus Meine lacht: „Das haben wir unter Erfahrung abgehakt. Aber die 1000 DM Gage konnten wir gut gebrauchen.“

Bei „Sing meinen Song“ interpretierten die anderen Künstler Scorpion-Hits wie „Send Me An Angel“ und „Wind of Change“ neu. Klaus Meine griff aber auch selbst zum Mikrofon

Bei „Sing meinen Song“ interpretierten die anderen Künstler Scorpion-Hits wie „Send Me An Angel“ und „Wind of Change“ neu. Klaus Meine griff aber auch selbst zum Mikrofon

Foto: RTL+

Schock-Diagnose beendete fast Scorpions-Karriere

In der TV-Show erzählt der Leadsänger auch, wie eine Schock-Diagnose beinahe das frühe Ende seiner Band bedeutet hätte. 1982 verlor er während der Aufnahmen zum Album „Blackout“ seine Stimme. Ein Arzt entdeckte schließlich Knoten auf Meines Stimmbändern und riet ihm sogar, sich einen anderen Job zu suchen.

Klaus Meine erinnert sich bei „Sing meinen Song“ nicht nur an schöne und lustige Momente seiner langen Karriere, sondern auch an erschreckende

Klaus Meine erinnert sich bei „Sing meinen Song“ nicht nur an schöne und lustige Momente seiner langen Karriere, sondern auch an erschreckende

Foto: RTL+

Klaus Meine wurde damals zweimal operiert und musste das Sprechen und Singen ganz neu lernen. Mit viel Training bekam er auch seine legendäre Stimme zurück. Der Musiker bei „Sing meinen Song“: „Ich bin heute sozusagen immer noch auf der längsten Zugabe meines Lebens.“