Fans von Miles Morales brauchen viel Geduld, denn „Spider-Man: Beyond the Spider-Verse“ lässt auch weiterhin auf sich warten. Warum der Abschluss der Trilogie so viel Zeit in Anspruch nimmt, haben die Produzenten Phil Lord und Chris Miller nun in einem aktuellen Interview erklärt.

Nach dem fiesen Cliffhanger am Ende von „Spider-Man: Across the Spider-Verse“ brennen Fans darauf, zu erfahren, wie die Geschichte um Miles, Gwen und das Multiversum endet. Das Problem: „Spider-Man: Beyond the Spider-Verse“ lässt auch weiterhin auf sich warten.

Ursprünglich für März 2024 geplant, wurde das große Finale der Trilogie bereits mehrfach verschoben, zuletzt im vergangenen Sommer. Nun soll der Film am 18. Juni 2027 endlich in die Kinos kommen – satte vier Jahre nach dem Vorgänger und fast ein Jahrzehnt nach dem ersten Teil.

Doch warum fällt die Wartezeit auf „Beyond the Spider-Verse“ so happig aus? Darüber sprachen die beiden verantwortlichen Produzenten Phil Lord und Chris Miller jetzt in einem Interview.

Der Druck, sich selbst zu übertreffen

Und wie die Macher im Gespräch mit Gizmodo (via IGN) verraten haben, ist der Grund zwar simpel, aber dafür umso arbeitsintensiver: Perfektionismus. Schließlich legten die beiden ersten Filme sowohl kritisch als auch kommerziell neue Maßstäbe für Animationen, sodass die Messlatte für „Beyond the Spider-Verse“ umso höher liegt. 

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„Wir setzen uns selbst am meisten unter Druck“, erklärte Miller. „Es gibt niemanden, der mehr Druck auf uns ausübt als wir selbst. Wir wollen uns jedes Mal selbst übertreffen, Dinge sehen, die man noch nie zuvor gesehen hat, und dafür sorgen, dass es sich wie etwas anfühlt, das man so noch nie erlebt hat. Das Ziel, etwas zu schaffen, das den vorherigen beiden Teilen würdig ist, war der treibende Faktor.“

Von einem Film zu zwei – und das Problem mit der Mitte

Ein weiterer Faktor für die lange Wartezeit sei außerdem der Entscheidung geschuldet, die Fortsetzung von „Into the Spider-Verse“ in zwei Teile zu splitten, nachdem man merkte, dass es einfach zu viel Stoff für einen einzigen Film war.

Miller führt aus: „An einem Punkt war es ein einziger Film, aber es war einfach zu viel Inhalt vorhanden, also wurde er in zwei Teile getrennt. Aber sobald man sich die zweite Hälfte des Films anschaut, merkt man: ‚Nun, das ist nicht einfach nur ein Handlungsbogen mit Anfang, Mitte und Ende.‘“

Und da die Geschichte einfach in der Mitte durchgeschnitten wurde, musste „Beyond the Spider-Verse“ erst so umgebaut werden, dass es sich wie ein eigenständiger, kompletter Film anfühlt und nicht nur wie die „zweite Hälfte von irgendwas“. „Es auseinandernehmen zu müssen, um es wieder neu zusammenzusetzen, war wirklich der eigentliche Grund, warum es länger gedauert hat“, so Miller weiter.

Project Hail Mary: Ein „kleiner Umweg“

Darüber hinaus gab es neben der Arbeit am „Spider-Verse“ noch einen weiteren Grund für die Verzögerung: ein Projekt namens „Project Hail Mary“, das Lord scherzhaft als einen „kleinen Umweg“ bezeichnete. Dabei handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Sci-Fi-Bestsellers von „Der Marsianer“-Autor Andy Weir, bei der Lord und Miller Regie führten und Ryan Gosling die Hauptrolle spielt.

Doch mittlerweile sind die Arbeiten abgeschlossen und der Film kommt hierzulande am 19. März 2026 unter dem Titel „Der Astronaut“ in die Kinos. Dementsprechend können sich Lord und Miller wieder vollständig auf „Beyond the Spider-Verse“ konzentrieren – mit dem Versprechen, bei der Qualität keine Kompromisse einzugehen.

Immerhin lässt sich die Wartezeit bis Juni 2027 ein wenig mit der neuen Spin-off-Serie „Spider-Noir“ überbrücken. Die zeigt Nicolas Cage in der Rolle des Spinnen-Detektivs Ben Reilly, den „Spider-Verse“-Fans bereits bestens aus den ersten beiden Filmen kennen. Der Startschuss für die neue Serie fällt am 27. Mai 2026 exklusiv bei Prime Video.

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