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Amsterdam – Es sollte das Konzert des Jahres werden! Nach drei Jahren Bühnenpause ist Mega-Star Harry Styles (32, „Aperture“) zurück. Am Samstag startete der Sänger seine große Europa-Residenz in Amsterdam. Bis zum 5. Juni spielt er dort zehn Shows. Der Hype um den ehemaligen „One Direction“-Sänger und dreifachen Grammy-Gewinner schien bis Samstag unaufhaltsam. Dann warfen die Fans den ersten Blick auf seine XXL-Bühne und waren bitter enttäuscht.

Schon kurz nach dem Einlass in die Johan-Cruyff-Arena (55.000 Plätze) hagelte es in den sozialen Medien Kritik. Die Bühne ist extrem hoch gebaut, der XXL-Bühnensteg und vier Brücken, die Teil des Bühnenkonzepts sind, versperrten vielen Fans in den ersten Reihen die Sicht. Ein Fan zu BILD: „Ich habe hunderte Euro bezahlt, mit der Erwartung, dass ich Harry dann ganz nah sehe. Jetzt blickt man auf eine schwarze Wand.“

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In den sozialen Medien hagelte es nach dem ersten Konzert Beschwerden. Fans posteten Videos von Sichtbehinderungen, forderten ihr Geld zurück oder wandten sich an den Veranstalter. Auch Fans mit Tickets für spätere Shows wollten ihre Karten bereits zurückgeben.

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In einem Statement gab ein Sprecher der Tour zu: „Ein kleiner Bereich der Bühne in bestimmten Floor-Positionen scheint eine eingeschränkte Sicht gehabt zu haben. Diese Bereiche werden derzeit sorgfältig überprüft und – soweit unter Einhaltung aller Sicherheitsvorgaben möglich – angepasst.“ Ab Freitag soll das umgesetzt sein.

Harry Styles (32) bei seinem ersten Amsterdam-Konzert im Rahmen der „Together, together“-Tour am Samstag (16.Mai)

Harry Styles (32) bei seinem ersten Amsterdam-Konzert im Rahmen der „Together, Together“-Tour

Foto: Getty Images for HS

Einige Fans können Geld zurückverlangen

Wer aber in den ersten Shows dabei war, hat laut BILD-Anwältin Nicole Mutschke Hoffnung, das Geld für die Tickets zurückzubekommen. Denn: Durch die Veränderungen habe der Veranstalter indirekt eingeräumt, dass es wirklich eine eingeschränkte Sicht gab.

Sie rät: „Es kann Sinn machen, sich an den Veranstalter zu wenden und so konkret wie möglich zu beschreiben, wo das Problem lag, und Belege beizulegen. Wichtig: Schreiben Sie, dass Sie eine friedliche Lösung wollen und keinen Anwalt einschalten möchten. Setzen Sie eine Frist und bitten Sie um einen Einigungsvorschlag. Wer eine Rechtsschutzversicherung habe, könne sich auch an einen Anwalt wenden.

Inzwischen wurde außerdem eine offizielle Feedback-Seite eingerichtet, über die Fans ihre Sichtprobleme direkt melden können. Betroffene Konzertbesucher können dort ihre Erfahrungen schildern, Beschwerden einreichen und Fotos oder Videos ihrer Sichtbehinderung hochladen. Fans, die eines der ersten zwei Konzerte (16. und 17. Mai) besucht haben und in den sichtbeschränkten Bereichen standen, berichten in den Sozialen Medien, dass ihnen kostenlose Tickets für einen anderen Termin (Amsterdam oder London, je nach Verfügbarkeit) angeboten worden seien.