Politik zeigt sich offen
Beim Holzbausymposium in Berlin wurde zudem auch deutlich, dass viele Projekte nicht an der Technik, sondern an Vorschriften und langen Verfahren scheitern. Kritik gab es vor allem an der sogenannten „400-Quadratmeter-Regel“ für größere Holzgebäude. Während im Massivbau Brandabschnitte bis 1600 m2 erlaubt sind, ist der Holzbau oft auf 400 m2 begrenzt. Adrian Blödt, Präsident des Holzbau Deutschland Instituts, forderte deshalb gleiche Bedingungen: „Wir brauchen fairen Wettbewerb.“ Moderne Holzkonstruktionen könnten beim Brandschutz mit Massivbauten mithalten. Auch die Bewertung natürlicher Holzemissionen wurde diskutiert. Aus Sicht der Branche erschweren bestehende Vorgaben den Einsatz heimischer und klimaresilienter Holzarten.
Die Politik zeigte sich offen für Veränderungen. Christian Gaebler sprach von einer „Ermöglichungskultur“ und kündigte Unterstützung für innovationsfreundliche Regeln an. Verena Hubertz bekräftigte das Ziel, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und die Holzbauinitiative bis 2030 fortzuführen. Zum Abschluss appellierte Adrian Blödt an Politik und Verwaltung, den Holzbau stärker zu unterstützen: „Die Lösungen für klimagerechtes und bezahlbares Bauen liegen längst auf dem Tisch.“
Quelle: Timber Construction Europe