Trost für Kölner Sängerin
Trotz Flop-Auftritt beim ESC: Engels stürmt in die Charts
22.05.2026 – 15:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Sarah Engels nach eiem Auftritt in Köln (Symbolfoto): Die Sängerin hat es in die Charts geschafft. (Quelle: Gartner/imago)
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Sarah Engels‘ „Fire“ landet in den deutschen Charts. Gegen eine andere ESC-Sängerin hat die Kölnerin aber keine Chance.
Platz 23 beim Eurovision Song Contest in Wien – und trotzdem ein Charterfolg zu Hause: Deutschlands ESC-Kandidatin Sarah Engels steigt mit ihrer Teilnehmer-Single „Fire“ auf Position 27 in die Offiziellen Deutschen Single-Charts ein. Das ermittelte GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) am Freitag.
Damit schneidet die Kölnerin im direkten Vergleich mit den anderen deutschsprachigen ESC-Teilnehmern am besten ab: Österreichs Cosmó („Tanzschein“) kommt auf Rang 70, Schwedens Felicia („My System“) auf Platz 87.
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Deutschland hört mehr „Bangaranga“ als „Fire“
Den Chartthron hingegen besetzt die eigentliche Siegerin des Abends: Bulgariens Popstar Dara katapultiert sich mit ihrer Party-Nummer „Bangaranga“ direkt auf Platz 1 – das erste ESC-Gewinnerlied an der Spitze der deutschen Charts seit Loreens „Euphoria“ vor 14 Jahren. Zum Vergleich: Der Vorjahressieger JJ hatte mit „Wasted Love“ hierzulande nur Platz 13 erreicht.
Engels selbst hatte ihren 23. Platz in Wien gefasst weggesteckt. „Es kriegt mich auch keiner nicht-positiv“, sagte sie kurz nach der Show ins ARD-Mikrofon. Und: „Ich möchte nicht, dass Deutschland traurig ist.“ Zugleich benannte sie nüchtern die strukturellen Probleme: „Ich glaube, das ist kein Geheimnis, dass Deutschland generell es sehr, sehr schwer hat beim Eurovision.“
Damit hat sie wohl recht: Nach Platz 15 im Vorjahr und Rang 12 im Jahr davor ist Deutschland beim ESC wieder in die 20er abgerutscht – auch wenn der vorvorletzte Platz eine Verbesserung gegenüber den sieben letzten oder vorletzten Plätzen seit 2015 darstellt, die allesamt unter NDR-Regie eingefahren worden waren.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) war eigens nach Wien gereist – der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Immerhin: In den heimischen Charts hält „Fire“ stand.
