
AUDIO: Filmtipp: „EPiC: Elvis Presley in Concert“ (5 Min)
Stand: 27.02.2026 00:01 Uhr
Während der Dreharbeiten zu seinem „Elvis“-Film stieß Baz Luhrmann auf bisher verschollen geglaubte Konzertaufnahmen. Der Regisseur ließ das Material restaurieren und bastelte daraus einen epischen Konzertfilm: „EPiC: Elvis Presley in Concert“.
In seiner Filmbiografie hat Baz Luhrmann Elvis‘ Geschichte erzählt – jetzt lässt er ihn selbst zu Wort kommen: Es werde viel über ihn geschrieben, aber nie seine Seite der Geschichte – sagt Elvis zu Beginn. Das Material, das Luhrmann gefunden hat, gibt tatsächlich genügend her, um ihn hier einmal persönlich sein Leben und seine Karriere kommentieren zu lassen. Wie es sich fand, klingt fast nach einem Märchen: Während der Arbeit am Elvis-Spielfilm hatte Luhrmann Mitarbeiter in unterirdisch gelegene Filmarchive der Warner Studios in Salzminen in Kansas geschickt, um nach den verschwundenen Negativen zweier Elvis-Konzertfilme aus den 70ern zu graben. Und siehe da: Sie förderten 69 Kisten zutage! Fast 60 Stunden Filmmaterial. Dazu fanden sich unveröffentlichte Super 8-Filme in den Graceland-Archiven. Wertvoller als Gold für Elvis-Fans – und einen Musik-Maniac wie Luhrmann, der damit umzugehen weiß.
Video:
Trailer zum Film: „EPiC: Elvis Presley in Concert“ (1 Min)
Elvis Presley so nah wie nie
Nach einem etwas atemlos bebilderten Elvis-Karriere-Summary zu Beginn wechselt der Film zum Glück die Tonart, und die Leinwand gehört nur noch Elvis live in Las Vegas. Siebeneinhalb Jahre lang, von 1969 bis 1976, trat er im International Hotel auf – spielte zwei, manchmal gar drei Shows am Tag! Und immer so, als wär’s das erste Mal – für ein stets neues Publikum.
Im Kino ist man noch näher dran am performenden Elvis. Die Bilder, aufgenommen 1970 in Las Vegas, zeigen die Schweißperlen auf seiner Stirn, die Spuckebläschen am Mund, die heftig atmende Brust, während er sich bis zur Erschöpfung verausgabt – und dabei immer ein spitzbübisches Lächeln im Gesicht und einen Scherz auf den Lippen. Diese Lockerheit bei Schwerstarbeit – man merkt in jedem Moment: Hier gibt einer alles, was er hat.

Der Hamburger Elvis-Imitator Shazad Eikmeier erzählt im Gespräch, was die Faszination Elvis bis heute ausmacht.
So klingt Elvis heute: Moderne Mischung, wuchtiger Sound
Zwischendurch gibt es Elvis auch backstage zu sehen, bei der Probenarbeit mit Musiker-Kollegen. Auch hier bestens gelaunt und im schock-pinken Paisley-Hemd fast so top gestylt wie auf der Bühne, wo er den legendären weißen Fransenanzug trägt – oder mit glitzernden Funkelsteinen besetzte Catsuits. Das kann nur einer tragen, der die glamouröse Stimme dazu hat.
Mit der blechernen Akustik alter Plattenaufnahmen hat die Musik im Film nichts mehr zu tun! Baz Luhrmann ließ die Songs von Profis neu abmischen – mit rekonstruierter Original-Orchestrierung. Die Uralt-Hits bekommen dadurch einen zeitgemäßen Sound, der auch Elvis ins Hier und Heute holt und ihm sogar noch ein neues Publikum erschließen könnte.
Ein Fest, nicht nur für Fans!
„EPiC: Elvis Presley in Concert“ ist so mitreißend, dass es fast zur Qual wird, im Kinosessel festsitzen zu müssen. Man möchte mitrocken- und tanzen bei diesem optischen und musikalischen Feuerwerk. Ein Fest, nicht nur für Fans!

EPiC, Elvis Presley in Concert
Genre:
Dokumentation
Produktionsjahr:
2025
Produktionsland:
USA, Australien
Zusatzinfo:
mit Elvis Presley und anderen
Regie:
Baz Luhrmann
Länge:
96 Minuten
Altersempfehlung:
ab 6 Jahren
Kinostart:
26. Februar 2026