Anna-Maria, Eirini-Marina und Vasiliki Alexandri verlassen Österreich und kehren in ihre griechische Heimat zurück. Die Synchronschwimmerinnen gaben „persönliche Gründe“ an.

Es kommt für alle überraschend und sehr plötzlich. Die Alexandri-Drillinge Anna-Maria, Eirini und Vasiliki haben sich dazu entschlossen, Österreich zu verlassen und in ihr Heimatland Griechenland zurückzukehren. Diese Entscheidung hat sich in den letzten Wochen und Tagen manifestiert. Am Mittwoch haben die Schwestern alle offiziellen Stellen informiert, am Donnerstag auch beim Österreichischen Bundesheer abgerüstet, sich auch bei der Sporthilfe abgemeldet und damit offenbar auch alle Förderungen retourniert. Sie werden bereits in den nächsten Tagen mit ihrer Mutter zurück nach Griechenland fliegen, wo sie ihre Karriere ausklingen lassen wollen.

Seit 2012 waren die Alexandri-Schwestern das Aushängeschild des österreichischen Synchron-Schwimmens. Sie fanden den Weg aus Griechenland in die Südstadt und feierten großartige Erfolge. Seit der Trennung von Takako Nakajima im vergangenen Herbst suchten die Synchronschwimmerinnen und der Schwimmverband eine neue Trainerin, bislang vergeblich. Dass die Sporthilfe es zuerst vermeldete per Mail und nicht der OSV-Verband, hinterlässt offene Fragen.

Die Alexandri-Schwestern haben in den vergangenen Jahren österreichische Sportgeschichte geschrieben und das Synchronschwimmen auf ein neues Niveau gehoben. Zu ihren größten Erfolgen zählen unter anderem zwei Mal WM-Gold, zwei Mal WM-Bronze, sowie eine EM-Gold, zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen durch Anna-Maria/Eirini-Marina. Vasiliki Alexandri eroberte im Solo zwei Vizeweltmeisterinnen-Titel sowie zwei Mal EM-Gold und drei Mal EM-Silber.

Ihre Erklärung: „Zunächst möchten wir dem österreichischen Verband unseren aufrichtigen Dank für alles aussprechen, was er uns auf sportlicher, organisatorischer und moralischer Ebene geboten hat. Die Unterstützung, die Möglichkeiten und die Bedingungen, die er uns gegeben hat, haben wesentlich zu unserer sportlichen Entwicklung und zu unserer Ausbildung als Spitzensportler beigetragen. Diese Erfahrung wird immer ein wichtiger und geschätzter Teil unserer sportlichen Laufbahn bleiben. Gleichzeitig sind wir jedoch der Meinung, dass es an der Zeit ist, zu unseren Wurzeln zurückzukehren.“

Mit der Rückkehr nach Griechenland geht für die Alexandri-Schwestern und den österreichischen Schwimmverband eine 14-jährige, sehr erfolgreiche Karriere mit vielen Medaillen in allen Farben bei WM, EM und Olympiateilnahmen zu Ende. OSV-Präsident Arno Pajek: „Wir danken Anna-Maria, Eirini und Vasiliki für ihren Einsatz und gratulieren ihnen zu den einzigartigen Erfolgen, die sie auch für Österreich, die Fördergeber und den Schwimmverband erschwommen haben. Wir wünschen den Damen alles Gute für ihren weiteren sportlichen wie auch privaten Weg!“

(fin)

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