Wie im Vorjahr wird auch heuer die Bundesliga-Saison in Wien-Hütteldorf beendet. Und wieder empfängt der SK Rapid im Rückspiel des BL-Conference-League-Playoff-Finales einen Klub aus Oberösterreich und geht mit einem Rückstand in das Duell. Im Vorjahr rettete Rapid dank Kara nach 1:3-Niederlage in Linz beim LASK mit dem späten 3:0-Sieg in Wien die Europacup-Teilnahme. Am morgigen Pfingstmontag (17 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) steht die nächste Aufholjagd an, nach der 1:2-Niederlage am Freitag auswärts bei der SV Oberbank Ried. Damit zur Ligaportal-VORSCHAU samt Ergebnis-Tipp. Siehe auch EXPERTENTIPP!

Wird Ercan Kara wie im vergangenen Frühjahr wieder zum „Rapid-Retter“ für Europa?
SK Rapid mit vierfach höherem Marktwert gegenüber SV Ried
Beim Marktwert haben die Hütteldorfer das Vierfache gegenüber den Innviertlern (SK Rapid = 43 Mio. Euro; SV Ried = rd. 10 Mio. Euro). Auch die „West-Wucht“ der Fanpower im Allianz Stadion spricht für die Grün-Weißen. Das Momentum und Formbarometer sowie der Teamspirit dagegen für die Oberösterreicher. Die drei der jüngsten vier Duelle gegen den SK Rapid für sich entscheiden konnten. Jeweils daheim mit 2:1 (am vergangenen Freitag im BL-EC-PO-Hinspiel) und 3:0 (am 31. Jänner im ÖFB-Cup-Viertelfinale) und auswärts am 6. Dezember mit 2:1 in Wien. Es war damals überhaupt der erste Auswärtssieg der Rieder in den Duellen mit dem Rekordmesiter.
Für den Aufsteiger, bei dem es für Maximilian Senft (wechselt zum deutschen Zweitligisten Karlsruher SC) in seiner Geburtsstadt Wien als SVR-Cheftrainer zum Abschiesspiel kommt, ist das Spiel an Pfingsten die erste Montagspartie überhaupt in der Bundesliga. Der SK Rapid absolvierte am 4. Mai 2026 erstmals ein BL-Montagsspiel und verlor dieses nach früher 1:0-Führung auswärts beim LASK mit 1:3.
SK Rapid mit vier Niederlagen in Folge in Final-Rückspiel
Nach einem steten Auf und Ab in dieser Saison ist der SK Rapid seit Wochen in einer Negativspirale, verlor nicht nur all seine jüngsten vier BL-Spiele – eingestellter Vereinsnegativrekord und so viele wie zuletzt 2005 – sondern fünf der letzten sechs BL-Spiele – das sind gleich viele Niederlagen wie in den 17 BL-Spielen zuvor.
Dem Tabellenfünften droht das Worstcase und eine europacuplose Saison 2026/27. Mut macht lediglich, dass Rapid drei seiner vier Playoff-Heimspiele in der Bundesliga gewann und bei allen drei Siegen ohne Gegentor blieb – im Halbfinale 2019 (2:0 vs. SV Mattersburg) sowie im Finale 2022 (2:0 vs. WSG Tirol) und 2025 (3:0 vs. LASK). Das Playoff-Final-Heimspiel gegen den SK Sturm Graz am 30. Mai 2019 ging verloren (1:2).
SV Ried in 2026 auswärts noch sieglos
Die SV Oberbank Ried gewann in dieser BL-Saison inkl. Playoff-Halbfinale und Final-Hinspiel 14 Spiele – mehr BL-Siege holten die „Wikinger“ zuletzt 2010/11 (16 in 36 Spielen). Allerdings ist das Senft-Team im Kalenderjahr 2026 in BL-Auswärtsspielen sieglos (3U 5N). Der bis dato letzte BL-Auswärtssieg der Innviertler gelang am 6. Dezember 2025 beim SK Rapid (2:1).
Wenn sich Kapitän Andreas Leitner & Co. gegen den SK Rapid im ligainternenen Playoff-Finale durchsetzen, dann wären die Innviertler der erste Bundesliga-Aufsteiger seit dem LASK 2018, der sich über die Liga für den Europacup qualifiziert.
Ligaportal-Tipp: 1:1

Für Langzeit-SVR-Allrounder Philipp Pomer und Co. wäre es die Krönung einer ohnehin schon erfolgreichen Saison, wenn die SV Oberbank Ried am Pfingstmontag in Hütteldorf das fünfte und damit letzte verbliebene Europacup-Qualifikations-Ticket der heimischen Bundesligisten löst. Im Hinspiel hinterließ das Senft-Team überwiegend den homogeneren Eindruck.
DATEN & FAKTEN zum Hinspiel in Ried
SVR-Abwehrspieler Nikki Havenaar traf zum dritten Mal in der Bundesliga – alle drei Tore erzielte der 2 Meter-Mann per Kopfball nach einem Standard, erstmals traf der Japaner in einer ersten Spielhälfte. Und inkl. dem ÖFB-Cup-Viertelfinalsieg im Jänner in Ried (3:0) gesamt nun drei Mal in Folge gegen Rapid.
Petter Nosa Dahl verzeichnete acht Ballgewinne – erstmals so viele in einem BL-Spiel. Der Rapid-Offensivakteur war an fünf der acht Rapid-Schüsse direkt beteiligt (drei Schüsse, zwei Schussvorlagen).
SK Rapid-Abwehrspieler Jakob Schöller hatte am Freitag in Ried 76 Ballaktionen – Höchstwert und mehr nur beim 0:2 im jüngsten Wiener Derby gegen die Austria (78).
Siehe auch:
SV Ried-Stammkraft vor Rückkehr zum SK Rapid?
Fotocredit: Lukas Biereder