Blockbuster locken in der Regel viele Menschen an. Nicht zuletzt sind sie genau darauf ausgelegt, das größtmögliche Publikum zu erreichen. Um sich in den Annalen der Popkultur zu verewigen, braucht es jedoch mehr als Stars und Schauwerte. Es braucht eine geniale Idee, die einen nach dem Schauen nicht mehr loslässt.

Genau eine solche Idee schlummert in Inception, der uns in verwinkelte Traumwelten entführt und mit einer verschachtelten Geschichte im Unterbewusstsein seiner Figuren aufwartet. Der von Christopher Nolan inszenierte Sci-Fi-Thriller zog vor 16 Jahren im Kino in den Bann und begeistert jetzt bei Amazon Prime im Abo.

Wenn ihr noch einen guten Film für den Feiertag sucht – hier habt ihr ihn.

Inception bei Amazon Prime: Christopher Nolan entführt in ein Labyrinth aus Träumen

Was wäre, wenn deine Träume zur Spielwiese für andere werden? Inception stellt uns das sogenannte Traum-Sharing vor – eine Methode, mit der die Träume von Menschen beeinflusst werden können, was Auswirkungen auf die Realität haben kann. Denn wenn wir schlafen, werden die Ideen geboren, die uns im Leben anleiten.

Niemand weiß das besser als Dom Cobb (Leonardo DiCaprio). Mit seinem Team hat er sich darauf spezialisiert, in die geheimen Traumwelten anderer Menschen einzusteigen – mitunter konstruiert er diese sogar wie Level in einem Videospiel, um an bestimmte Informationen zu gelangen oder diese in den Köpfen einzupflanzen.

Zweiteres ist der Fall bei seinem jüngsten Auftrag, der sich um den Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) dreht. Ein Reverse-Heist, der in immer tiefere Traumebenen führt: Dieses Mal könnte sich Cobb gewaltig verkalkuliert haben. Je weiter er in das Verborgene eindringt, desto mehr droht er, den Bezug zur Realität zu verlieren.

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Auf dem Papier klingt Inception wie ein maximal verwirrender Film. Unmöglich könnte dieser Sci-Fi-Mindfuck ein massentauglicher Action-Blockbuster sein, oder? Genau das ist die Kunst von Christopher Nolan: Er verfilmt verwirrende Konzepte in eingängigen wie eindrucksvollen Bildern, sodass man sich einfach mitreißen lassen kann.

Stufe für Stufe führt uns Nolan tiefer in das Labyrinth der Träume und lässt uns die Regeln dieser Welt mit den Figuren entdecken. Und sollten wir für einen Augenblick damit hadern, komplett in die Geschichte einzutauchen, gibt uns Hans Zimmer mit seiner bebenden und gleichzeitig hypnotisierenden Filmmusik den letzten Schubs.

Inception ist ein audiovisueller Rausch, der ab der ersten Minute fesselt und sich als prächtiges Gemälde entfaltet, das sich mit seinen Illusionen, Widersprüchen und Loops genau zwischen Prestige und Tenet wiederfindet. Auch Nolans James Bond-Liebe kommt in den grandios gestalteten Set-Pieces mehrmals zum Vorschein.

Selbst wenn ihr Inception schon gesehen habt, lohnt sich ein Wiedersehen mit dem Sci-Fi-Thriller, da er sich auf unterschiedlichste Weisen lesen lässt, etwa im Hinblick auf das Melodram zwischen den Figuren von Leonardo DiCaprio und Marion Cotillard oder als ein Film über das Filmemachen – und vor allem das Inszenieren – selbst.