Die österreichische Privatsendergruppe ProSiebenSat.1Puls4, zu der Puls 4, Puls 24, ATV und die Streaming-Plattform Joyn gehören, reagiert auf die schwierigen Marktbedingungen mit einem signifikanten Stellenabbau. „Diese Maßnahmen sind eine schwere, aber notwendige Entscheidung, die wir in Österreich eigenständig und aus unternehmerischer Verantwortung getroffen haben“, erklärte Co-CEO Thomas Gruber. Ziel sei es, die Investitionsfähigkeit zu erhalten und Wachstumsperspektiven zu sichern, ergänzte Co-CEO Bernhard Albrecht.

Die Sparmaßnahmen betreffen mehrere Bereiche:

ProSiebenSat.1Puls4 steht mit diesem Schritt nicht alleine da. Der rasante Abfluss von Werbegeldern in Richtung internationaler Plattformen zwingt zahlreiche österreichische Medienhäuser seit Jahren zu teils drastischen Sparmaßnahmen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Seit dem Vorjahr ist zudem der italienische Medienkonzern MFE Mehrheitseigentümer des deutschen Mutterkonzerns ProSiebenSat.1, was bereits zu personellen Veränderungen im Topmanagement geführt hat. Co-CEO Gruber betonte jedoch, dass weiterhin rund 50 Prozent der finanziellen Mittel ins Programm fließen sollen. (APA)