TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Buggenhout (Belgien) – Ein Zug kollidierte am Dienstagmorgen mit einem Schulbus. Laut VRT News gibt es mehrere Todesopfer. Das Unglück ereignete sich an einem Bahnübergang in Buggenhout, einer Stadt zwischen Antwerpen und Brüssel.

Einsatzkräfte transportieren einen Verletzten auf einer Trage zum Rettungswagen
Foto: VTM via AP
Schulbus fuhr trotz geschlossener Schranke
Wie belgische Medien berichten, war der Zug noch rund einen Kilometer vom Bahnhof entfernt und bremste bereits. Um 8.08 Uhr fuhr der Schulbus auf den Bahnübergang. Die Schranken waren, das sei auf Aufnahmen der Überwachungskameras zu sehen, schon geschlossen. Der Sprecher von Infrabel, der belgischen Behörde für Eisenbahninfrastruktur, teilte mit: „Die Aufnahmen zeigen, dass die Schranken geschlossen und die Ampel rot waren. Wir wissen nicht, wie es zu dem Unfall kommen konnte.“ Der Zugführer habe sofort eine Notbremsung eingeleitet, den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern können. Durch den Aufprall wurde der Kleinbus rund 15 Meter weit gegen einen Mast katapultiert.

Der Kleinbus mit sieben Schulkindern an Bord wurde durch die Kollision neben die Gleise katapultiert, liegt auf der Seite
Foto: Koen Baten/AP/dpa

Die rund 100 Fahrgäste des Zuges wurden inzwischen evakuiert
Foto: Koen Baten
Zwei Kinder und zwei Erwachsene tot
Laut belgischem Verkehrsminister Jean-Luc Crucke (63) kamen bei dem Unfall vier Menschen ums Leben. „Es handelt sich um zwei Kinder, den Fahrer des Schulbusses und die Begleitperson“, sagte er gegenüber RTL. Die toten Kinder sind 12 und 15 Jahre alt. Die fünf anderen Kinder wurden schwer verletzt und kamen ins Krankenhaus. Rund 100 Fahrgäste des Zuges wurden inzwischen evakuiert und betreut. Der Schulbus, ein Kleintransporter, war offenbar mit sieben Schulkindern, dem Fahrer (49) und einer Begleitperson (27) besetzt. Nach Angaben der Bundespolizei war der Bus auf dem Weg zu einer Förderschule, wo Kinder der Sekundarstufe (in Belgien die Klassen 7 bis 12) unterrichtet werden. Die Polizei sichert derzeit Spuren und nimmt den Unfall auf. Auch ein Gutachter soll vor Ort sein, um das Zugunglück zu rekonstruieren.
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter
Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
soziale Netzwerke aktivieren Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über “ Widerruf Tracking und Cookies “ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier.
Der schreckliche Unfall hat überall Entsetzen ausgelöst. Wie viele Politiker meldete sich auch Ursula von der Leyen (67), Präsidentin der Europäischen Kommission, per X und schrieb: „Heute trauert Europa mit Belgien.“