Betreuer in Gewahrsam, Ermittlungen in über hundert Kindergärten: Ein Missbrauchsskandal erschüttert Frankreich. Er zeigt auch, wie prekär mancherorts die Betreuung ist.

25. Mai 2026, 10:07 Uhr

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Missbrauchsskandal in französischen Betreuungseinrichtungen und Schulen: Pariser Polizei ermittelt in zahlreichen Kitas und Schulen, Bürgermeister suspendiert Betreuer. Grégoire verspricht Transparenz, nachdem 16 Betreuer vorübergehend festgenommen wurden. Eltern berichten von Missbrauchsfällen, Verein fordert bessere Betreuung. Debatte um Ausbildung und Bezahlung der Betreuer entfacht, Eltern und Gewerkschaften fordern Reformen. Misstrauen und Angst prägen die Situation, während die Suche nach Lösungen noch lange dauern könnte.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

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Missbrauchsskandal in Kitas und Grundschulen: Hunderte französische Kita- und Grundschulkinder sollen misshandelt worden sein. In der Hauptstadt Paris wird nun großflächig ermittelt.

Hunderte französische Kita- und Grundschulkinder sollen misshandelt worden sein. In der Hauptstadt Paris wird nun großflächig ermittelt.
© Westend61/​Getty Images

Eine Betreuerin soll einem Kindergartenkind das
Stofftier weggerissen und ihn als »dreckigen Jungen« beschimpft haben. Ein
weiteres Kind soll an den Ohren gezogen worden sein, andere angeschrien, in den Nacken geschlagen oder in einen
dunklen Raum gesperrt. Eine Familie sagt, ihr Sohn habe über Schmerzen am Po
geklagt, schließlich habe ein Arzt festgestellt: Er wurde vermutlich
vergewaltigt.

Der Missbrauchsskandal in französischen Betreuungseinrichtungen
und Schulen weitet sich aus: Die Pariser Polizei ermittelt inzwischen in zehn Kitas, 100 Kindergärten und 20 Grundschulen, Bürgermeister Emmanuel Grégoire gab zudem an, rund 100 Betreuerinnen
suspendiert zu haben. 16 Betreuer einer Kindertagesstätte im wohlhabenden
siebten Arrondissement wurden vorübergehend festgenommen, nachdem Eltern insgesamt
30 Anzeigen erstattet hatten. Zwei Männer und eine Frau werden nun dem
Untersuchungsrichter vorgeführt – ihnen werden sexuelle Misshandlungen an Schutzbefohlenen
vorgeworfen. Grégoire verspricht seit seinem Amtsantritt im März dieses Jahres
»volle Transparenz« in der Affäre. In einem Interview machte der Sozialist
öffentlich, dass er selbst als Viertklässler über viele Monate sexuell
missbraucht wurde.