Die Mais-Preise in Europa steigen ebenfalls bzw. bewegen sich seitwärts. Die Maispreise für den Junikontrakt werden am Dienstagnachmittag unverändert mit 219,25 Euro je Tonne gehandelt. Der Novembertermin (neue Ernte) notiert 1,0 Euro höher bei 215,25 Euro je Tonne. In den USA geben die Maispreise indessen nach: Grund sin Zweifel an der Verbindlichkeit der chinesischen Zusagen zum Kauf US-amerikanischer Agrarprodukte.
Die Vereinbarung wurde an den Terminmärkten zunächst als positives Signal für Mais-Preise gewertet, da sie die bestehende Sojabohnen-Vereinbarung ergänzen und auch auf andere Rohstoffe ausgeweitet werden könnte. Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) deuten darauf hin, dass eine Wiederaufnahme der chinesischen Maisimporte eine Trendwende nach fast zwei Jahren verhaltener Nachfrage markieren würde.
Dennoch bleiben die Landwirte anfällig für die jüngsten, durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten ausgelösten Preissteigerungen bei Kraft- und Düngemitteln – Faktoren, die sich weiterhin auf Produktion und Preisgestaltung auswirken. Die Getreidebörse von Buenos Aires hob ihre Ernteschätzungen für Sojabohnen und Mais in Argentinien für die Saison 2025/26 an.
Es wird außerdem erwartet, dass der brasilianische Energiepolitische Rat (CNPE) eine Anhebung der gesetzlich vorgeschriebenen Ethanolbeimischung zu Benzin von 30 auf 32 Prozent billigt. Die starke Nachfrage nach Biokraftstoffen hat die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse in den vergangenen Monaten gestützt.