Hobbyastronominnen und -astronomen aufgepasst: Am Wochenende sind mit ein bisschen Glück über dem Saarland gleich mehrere Planeten auf einmal zu sehen: Venus, Merkur und Saturn. Ihr Leuchten kann man bei den richtigen Bedingungen an den nächsten Abenden bestaunen.
Die besten Chancen gibt es etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang, sagt Matthias Rauls vom Verein der Amateurastronomen des Saarlandes der Sternwarte Peterberg. Wer dann seinen Blick in Richtung Westen richtet, kann die Planeten alle auf einmal erspähen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine freie Sicht. Doch das Wetter könnte mitspielen: Zwar könnten einige Wolken aufziehen, aber zwischendurch sollen sich immer wieder auch Lücken zeigen.
Laut Experte kein „Himmelsspektakel“
Auch wenn es sich nicht um ein außergewöhnliches „Himmelsspektakel“ handelt, kann es auch für Laien interessant sein, nach den Planeten Ausschau zu halten, sagt Rauls. Anders als im vergangenen Jahr, wo die Planeten als „Planetenparade“ in einer Reihe nebeneinander am Himmel standen, seien sie nun eher in einem spitzwinkeligen Dreieck zu sehen.
Besonders gut zu erkennen sei die helle Venus, so der Experte. Der Saturn leuchte derzeit hingegen nur schwach und sei nur schwer mit dem bloßen Auge zu erkennen und gegebenenfalls auch erst, wenn die Venus untergegangen ist. Rauls empfiehlt, ein Fernglas mitzunehmen, wenn man eines hat.
Ebenfalls hell am Himmel zu erkennen sei der Jupiter. Da dieser aber weit entfernt von Venus, Merkur und Saturn eher im Südosten stehe, sei der Planet nicht in demselben Blickfeld mit den anderen am Himmel zu sehen. Im näheren Umfeld der drei stehen noch Uranus und Neptun, die allerdings nur mit großen Ferngläsern oder kleinen Teleskopen zu erkennen seien.
Nächste „Planetenparade“ im Jahr 2040
Dass mehrere Planeten gleichzeitig am Himmel zu sehen sind, sei nicht besonders außergewöhnlich, sondern passiere durchaus jedes Jahr, sagt Rauls. „Das nächste vergleichbare Ereignis wie im Juni 2022, als tatsächlich mehrere helle Planeten beeindruckend und relativ hoch am Himmel dicht beieinander zu sehen waren, wird es erst wieder am 8. September 2040 zu sehen geben“, so der Experte.
Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten im Radio am 28.02.2026 berichtet.