Innsbruck – Die Ausgangslage ist ebenso klar wie verzwickt: Lärmgeplagte AnrainerInnen in den Innsbrucker Stadtteilen Sieglanger, Mentlberg und Höttinger Au drängen auf eine Autobahn-Einhausung im Westen Innsbrucks. Auch die Stadtführung plädiert für eine solche „große Lösung“ in Sachen Lärmschutz. Die Autobahngesellschaft Asfinag tritt aus Kostengründen aber auf die Bremse, sie setzt stattdessen auf höhere Lärmschutzwände.

Nun will die Stadtkoalition einen Schritt weiterkommen und Bewegung in die Debatte bringen: Daher lädt man VertreterInnen der Asfinag, der Initiative „Interessengemeinschaft Einhausung West“ sowie aller Gemeinderatsfraktionen zu einem Runden Tisch ein. Dieser soll am 8. Juli im Rathaus stattfinden.

Ziel sei es, den politischen EntscheidungsträgerInnen, den FraktionsführerInnen und BürgervertreterInnen „alle relevanten Informationen zur von der Asfinag geplanten Erneuerung des Lärmschutzes zur Verfügung zu stellen“, ist der Einladung zu entnehmen. Damit soll „ein gemeinsamer Informationsstand sichergestellt und eine tragfähige Grundlage für eine zukunftsfähige Lösung geschaffen werden“.

Das oppositionelle „Neue Innsbruck“ begrüßt den Runden Tisch – in den vergangenen Monaten habe man sich „massiv für mehr Tempo und mehr politische Aktionen in dieser wichtigen Frage ausgesprochen“.

Durch einen von der Fraktion gestellten Antrag nach dem Informationsfreiheitsgesetz „wurde die lange vorliegende Studie eingefordert, die bisher unter Verschluss der Stadtkoalition blieb“, erklärt die Liste in einer Aussendung. Mit der Forderung nach mehr Transparenz habe man „für alle GemeinderätInnen einen Durchbruch geschafft“.

Christine Oppitz-Plörer (Neues Innsbruck) fordert in Sachen Einhausung nun „einen breiten Schulterschluss“ aller politischen Ebenen.

© Liebl

„Es freut uns ausdrücklich, dass beim Thema Einhausung und Lärmschutz im Westen Innsbrucks nun mit unserem Antrag offenbar endlich Bewegung in die Sache kommt“, erklärt Gemeinderätin Christine Oppitz-Plörer. „Gerade beim Lärmschutz darf es keine weiteren verlorenen Jahre geben.“

Statt „parteipolitischer Abschottung“ brauche es gerade bei Projekten dieser Größenordnung „einen breiten Schulterschluss“, so Oppitz-Plörer weiter. Besonders wichtig sei nun, dass alle politischen Ebenen und Beteiligten tatsächlich an einem Strang ziehen.