21 Opfer von grausamer Folter ausgeforscht
All das soll dem General mehr als bekannt gewesen sein. Genau, wie dem Zweitangeklagten, dem Leiter der Ermittlungsabteilung der Kriminalpolizei im Rang eines Oberleutnants der Polizei. Die Hauptaufgabe laut Anklageschrift: „Die Niederschlagung einer zivilen Protestbewegung durch Gewaltanwendung gegen deren Teilnehmer.“ Und dafür wurden alle grausamen Register gezogen. 21 Opfer konnten von der Staatsanwaltschaft ausgeforscht werden.
BVT holte „Foltergeneral“ nach Österreich
Die meisten von ihnen sollen auch bei dem Monsterprozess, der am 1. Juni im Wiener Landesgericht startet, persönlich aussagen. Warum in Österreich? Dem Foltergeneral und seinem Oberleutnant wurde 2015 vom damaligen Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) in der berüchtigten Operation „White Milk“ Asyl gewährt. Dabei handelte es sich um eine Vereinbarung mit einem ausländischen Partnerdienst.