Jay-Z ist zurück auf der großen Bühne. Am Samstagabend legte er als Headliner des Roots Picnic-Festivals in Philadelphia seinen ersten richtigen Solo-Auftritt seit vielen Jahren hin. Neben seiner neuen Frisur und einigen prominenten Special Guests sorgte vor allem sein besonders offensiver Acappella-Freestyle für reichlich Gesprächsstoff.

Jay-Z holt auf der Bühne zum Rundumschlag aus

Die insgesamt mehr als dreiminütige Acappella-Performance habe Jay-Z laut eigener Aussage bei den Proben ganz bewusst ausgelassen. Womöglich, um möglichen Bedenken im Vorfeld aus dem Weg zu gehen. Denn mit Disses spart der Hiphop-Mogul hier nicht. Jay-Z nennt zwar selten konkrete Namen, doch an wen seine Spitzen gerichtet sind, dürfte in so ziemlich allen Fällen absolut klar sein.

Zum einen wäre da Drake, der sein kürzlich erschienenes Album „Iceman“ bereits mit einigen mehr oder minder direkten Seitenhieben gegen Jay-Z versehen hatte. Auf „Janice STFU“ rappte er beispielsweise: „We know how you OGs rockin‘ already, my n***a, the jig is up“. Im Kern sagt Drake also: Er habe durchblickt, wie die OGs der Branche hinter den Kulissen agieren, dieses Spiel spiele er aber nicht mit. Dass er damit auf Jay-Z anspielt, verrät die doppeldeutige Wortwahl. Sowohl Roc Nation als auch Jigga, der Spitzname von Jay-Z, werden hier indirekt aufgegriffen.

Jay-Z greift genau diese Zeile auf und zeigt sich von all dem eher unbeeindruckt. „Jig is up“ klingt schließlich auch wie „Jigga’s up“ – und weit oben sieht Hov sich nach wie vor. De facto habe er noch nie zu jemandem aufgeschaut: