Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj sieht Moskau in der Defensive
Aktualisiert am 31.05.2026 – 19:31 UhrLesedauer: 27 Min.
Wolodymyr Selenskyj (Archivbild): „Daher denke ich, dass wir einen diplomatischen Weg finden müssen – hinsetzen und verhandeln – bis Anbruch des nächsten Winters.“ (Quelle: -/Press Service Of The President Of Ukraine/AP/dpa/dpa-bilder)
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In der besetzten Südukraine wird Treibstoff knapp. Selenskyj sagt, Russland verliert auf dem Schlachtfeld die Initiative. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Selenskyj sieht Russland in der Defensive
Russland verliert im Krieg gegen die Ukraine die Initiative auf dem Schlachtfeld und eröffnet damit nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Weg zu einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Seit Ende Dezember des Vorjahres gerate die russische Armee immer mehr in die Rückhand bei hohen Verlusten an Soldaten, erklärte Selenskyj in einem Interview des Senders CBS News, das er in Teilen auch auf X und Telegram veröffentlichte. Russland könne nicht mehr Territorium besetzen als die Ukraine zurückerobere.
„Daher denke ich, dass wir einen diplomatischen Weg finden müssen – hinsetzen und verhandeln – bis Anbruch des nächsten Winters“, sagte Selenskyj. Allerdings sei dazu innerer Druck auf Kremlchef Wladimir Putin ebenso nötig wie mehr Sanktionsdruck durch die USA und Europa. Auch Europa müsse mit am Verhandlungstisch sitzen, möglicherweise in einem Dreierformat von Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
Lukaschenko droht Ukraine mit Militärschlag
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat der Ukraine mit einem möglichen Schlag gegen ein Ziel nahe der belarussischen Grenze gedroht. Belarus habe ein „strategisch wichtiges“ Ziel in der Ukraine im Visier, sagte Lukaschenko nach Angaben des regierungsnahen Telegram-Kanals „Pul Pervogo“. Die Koordinaten seien bekannt, das Ziel liege „nicht weit von Belarus“ entfernt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Ukraine greift Pumpstation für Ölpipeline an
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Energieanlagen fortgesetzt und dabei nach eigenen Angaben auch eine Pumpstation für eine Ölpipeline von Sibirien nach Belarus getroffen. Es handele sich um die Pumpstation Lasarewo in der Region Kirow, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntag auf Telegram mit.
In der Nacht sei auch eine Ölraffinerie in der Region Saratow attackiert worden. Dies habe einen Großbrand ausgelöst. Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim kündigte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow unterdessen Einschränkungen für den Benzinverkauf an. Einen Grund nannte er nicht. Die Ukraine greift jedoch seit Monaten russische Treibstoffanlagen in der Nähe der Krim an.
Angriffe zeigen Wirkung: Benzin auf der Krim wird knapp
Die Behörden auf der von Russland seit 2014 annektierten Halbinsel Krim haben nach den ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölanlagen Begrenzungen für die Ausgabe von Benzin eingeführt. Benzin der Marke AI-95 – entspricht Super in Europa – werde vorrangig an öffentliche und soziale Verkehrsmittel abgegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter der Region, Sergej Aksjonow, auf Telegram mit. Normale Bürger könnten den Treibstoff nur mit Bezugsschein tanken – dann ohne Mengenbegrenzung. Für die Marke AI-92 (Normal) gelte wiederum eine Obergrenze von 20 Litern.
