Beim Bundesligisten FK Austria Wien kommt es zu einer überraschenden personellen Veränderung auf Führungsebene. Michael Wagner hat, wie der Klub soeben per Aussendung bestätigte, seinen Rückzug als Sportdirektor bekanntgegeben und verlässt die Violetten vom Verteilerkreis damit bereits nach rund sieben Monaten im Amt.

„Wir bedauern die Entscheidung von Michi Wagner sehr, da er die Austria sowohl fachlich als auch menschlich bereichert hat“

 FAK-Präsident Kurt Gollowitzer:

„Wir bedauern die Entscheidung von Michi Wagner sehr, da er die Austria sowohl fachlich als auch menschlich bereichert hat. Mit seiner Bestellung zum Sportdirektor im November 2025 haben wir bewusst unseren strategischen Weg gestärkt, der einen klaren Fokus auf die Förderung und Entwicklung junger Spieler legt. In den vergangenen Monaten konnten dabei bereits zahlreiche positive Impulse gesetzt werden. Diesen eingeschlagenen Kurs werden wir konsequent weiterverfolgen.

Gleichzeitig respektieren wir die Entscheidung von Michi Wagner und danken ihm für seinen wertvollen Einsatz im Sinne des Vereins. Michi Wagner ist der Austria seit vielen Jahren eng verbunden. Als verdienstvoller Austrianer und Vereinslegende wird er bei uns jederzeit herzlich willkommen sein. Für seine berufliche und private Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und viel Erfolg.“

„In den vergangenen Monaten haben wir die sportliche Organisation weiterentwickelt und klare Verantwortlichkeiten innerhalb unserer sportlichen Führung geschaffen“

FAK-Sportvorstand Tomas Zorn:

„Ich respektiere Michis Entscheidung, danke ihm für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und seinen Einsatz für die Austria und wünsche ihm für seine berufliche wie private Zukunft alles Gute. In den vergangenen Monaten haben wir die sportliche Organisation weiterentwickelt und klare Verantwortlichkeiten innerhalb unserer sportlichen Führung geschaffen.

Robert Urbanek verantwortet den Übergangsbereich von der Akademie über die Young Violets bis hin zur Kampfmannschaft, während Manuel Takacs die Leitung unserer Akademie innehat. Die bisherigen Aufgaben von Michi Wagner werden künftig innerhalb dieser Struktur übernommen. Unser Fokus bleibt unverändert: Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und weiterhin gezielt auf die Förderung und Entwicklung junger Talente setzen.“

„Da sich die Rahmenbedingungen seit meiner Bestellung zum Sportdirektor geändert haben, habe ich mich dazu entschlossen, meine Tätigkeit als Sportdirektor zu beenden“

Michael Wagner:

„Als ich im November gefragt wurde, ob ich die Austria in einer schwierigen Phase unterstützen kann, habe ich diese Aufgabe gerne übernommen. Innerhalb kurzer Zeit ist es uns gelungen, wichtige Strukturen zu schaffen und erste entscheidende Schritte zu setzen. Gemeinsam mit der gesamten sportlichen Führung konnten in den vergangenen Wochen und Monaten wichtige Weichen für die Zukunft des Vereins gestellt werden.

Dazu zählen unter anderem der Transfer von Ifeanyi Ndukwe zu Liverpool sowie die vorzeitigen Vertragsverlängerungen von Sanel Šaljić und Vasilije Marković. Da sich die Rahmenbedingungen seit meiner Bestellung zum Sportdirektor geändert haben, habe ich mich dazu entschlossen, meine Tätigkeit als Sportdirektor zu beenden. Ich werde der Austria weiterhin eng verbunden bleiben und wünsche dem Klub alles Gute auf seinem weiteren Weg.“

Am 11. November 2025 war Wagner als neuer sportlicher Verantwortlicher der Violetten vorgestellt worden. Sein bis Juni 2028 laufender Vertrag galt als wichtiger Bestandteil einer umfassenden Neustrukturierung im sportlichen Bereich. In diesem Zuge wurden auch die Positionen des technischen Direktors mit Robert Urbanek sowie des Akademieleiters mit Manuel Takacs neu besetzt.

Umso unerwarteter kommt nun das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit. Der 50-jährige Wiener (geb.: 18.12.1975) war als Schlüsselfigur eines langfristig ausgerichteten Konzepts vorgesehen, das insbesondere auf nachhaltige Entwicklung, eine stärkere Einbindung des Nachwuchses sowie den Ausbau bestehender Strukturen setzen sollte.

Mit der späteren Bestellung von Tomas Zorn zum Sportvorstand dürften sich jedoch die Rahmenbedingungen innerhalb der sportlichen Führungsebene verändert haben. Nach außen hin wurde zwar stets Geschlossenheit signalisiert, hinter den Kulissen scheint die Situation allerdings deutlich vielschichtiger gewesen zu sein.

Für Austria Wien bedeutet der Abgang eine weitere personelle Anpassung in einer Phase, in der richtungsweisende Entscheidungen hinsichtlich Kaderplanung und strategischer Ausrichtung bevorstehen. Die Funktion des Sportdirektors soll vorerst nicht neu besetzt werden.

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Fotocredit: FAK