Zusammenkommen in der Natur war damals schon ein sehnsuchtsvoller Gegenpol zur Großstadt. Denn längst war Berlin Metropole und pulsierte auch im Dunkeln, wie eindrücklich die Bilder des Berliner Malers Lesser Ury zeigen, auf denen künstliche Beleuchtung von Wagen und Laternen sich auf den Straßen und Gesichtern Bahnen bricht.

Ury und seine Zeitgenossen blicken ambivalent darauf, wie sich die Stadt entwickelt, was das Urbane mit den Menschen macht und wie es überfordert. Das ist markant für ihn und andere Impressionisten in Deutschland. Dem Blick wohnt eine Skepsis inne.

Zugleich entsteht ein ganzer Zweig an Freizeit. Moderne Menschen gingen vor 150 Jahren segeln, rudern, reiten, baden, ins Café, Theater oder in den Biergarten. Oder durch Städte, die nun auch nachts beleuchtet waren, bewusst zu Fuß zum Reflektieren. Die Ausstellung zeigt das auf Werken in verschiedenen Räumen.