Jennifer Rush wurde mit dem bürgerlichen Namen Heidi Stern 1960 in New York City geboren. Ihr Vater, Maurice Stern, sang als Tenor an der New York City Opera. Ihre Mutter, Barbara Stern, war Pianistin. 1969 bekam ihr Vater ein Engagement als Opernsänger im deutschen Flensburg und die Familie zog um.

Es war ein Schock für mich, als ich als Kind von New York City nach Flensburg kam, ohne Deutschkenntnisse. Ich habe die deutsche Sprache vom Fernseher gelernt, zum Beispiel vom Sandmännchen.

Jennifer Rush
Riverboat

Sie sei oft in Deutschland zu Besuch bei Freunden, erzählt die 66-Jährige weiter. Alles, was sie jetzt könne, habe sie in Deutschland begonnen.

Als Heidi Stern, alias Jennifer Rush, nach Deutschland kam, war sie neun Jahre alt. Sechs Jahre später ließen sich ihre Eltern scheiden, Heidi entschied sich als 15-Jährige, zu ihrer Mutter nach New York zu ziehen und beendete dort die Highscool. Danach tingelte sie mit ihrem Bruder Stevie, der Gitarrist ist, durch Amerika. Ihr zweiter Bruder Bobby, der in Deutschland als Studiomusiker arbeitete, holte sie zurück nach Deutschland. Erste CD-Veröffentlichungen unter ihrem bürgerlichen Namen waren wenig erfolgreich.

Welthit „Power of Love“

1984 veröffentlichte die Sängerin unter ihrem Künstlernamen Jennifer Rush die Single „25 Lovers“, die ein Erfolg wurde. Im Januar 1985 erschien die Ballade „Power of love“, die Jennifer Rush mit ihrer unverwechselbaren Stimme ganz nach oben katapultierte. Das Lied wurde in Großbritannien die meistverkaufte Single einer Solokünstlerin in der Geschichte der britischen Plattenindustrie. Sie brachte Jennifer Rush die Auszeichnung mit einer Diamant-Schallplatte und den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde ein. In Deutschland hielt sich die Single von Ende Januar 1985 bis Mitte Februar 1986 mit Unterbrechungen fast sieben Monate in den Charts.