Selenskyjs Stabschef: Kriegende vor Winter absolut realistisch

Der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, hält nach eigenen Angaben ein Abkommen zur Beendigung des Krieges noch vor dem Winter für machbar. Es sei die Anweisung des Präsidenten, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, wenn irgendwie möglich noch vor dem Winter, sagt Budanow. „Meiner Meinung nach ist dies absolut richtig, rechtzeitig und realistisch.“ Er erwarte in Kürze den Besuch einer US-Delegation in Moskau und Kiew. Die von den USA vermittelten Friedensgespräche stocken, die Regierung in Washington konzentriert sich auf den Konflikt im Iran.

Kyrylo BudanowVergrößern des BildesKyrylo Budanow: Er war früher der ukrainische Militärgeheimdienstchef. (Archivbild) (Quelle: Uncredited/Ukrainian Presidential Press Office via AP/dpa/dpa-bilder)

Finanzbeamte schlagen bei Putin Alarm

Hochrangige russische Finanzbeamte aus dem Finanzministerium und der russischen Zentralbank haben nach Informationen des Nachrichtendienstes „Bloomberg“ Kremlchef Wladimir Putin gewarnt, dass die aktuellen Ausgaben für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auf Dauer „nicht tragbar“ seien.

Demnach sollen die Offiziellen vorgeschlagen haben, die Militärausgaben in einigen Bereichen zu senken, um den russischen Haushalt zu entlasten. In der Vergangenheit wurden etwaige Vorschläge für Kürzungen beim Militär abgelehnt. Wiederholt argumentierten Beamte des russischen Verteidigungsministeriums, dass die russische Gesamtwirtschaft unter Kürzungen im Militärbereich leiden würde. Bislang lautet Putins offizielle Linie, zunächst in anderen Bereichen nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. „Bloomberg“ beschreibt die aktuelle Warnung der Finanzbeamten jedoch als die bisher schwerwiegendste seit der russischen Invasion der Ukraine.

Russlands Präsident Putin trifft russische MenschenrechtsbeauftraVergrößern des BildesRusslands Präsident Wladimir Putin: Russische Finanzbeamte haben ihn vor hohen Kriegskosten gewarnt. (Archivbild) (Quelle: Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin via AP /dpa/dpa-bilder)

Russland verhängt Exportverbot für Kerosin bis Ende November

Die russische Regierung verhängt ein bis zum 30. November 2026 geltendes Exportverbot für Kerosin. Ziel der Entscheidung sei es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, teilt die Regierung mit.

Französische Marine kontrolliert sanktionierten Öltanker im Atlantik

Die französische Marine ist im Atlantik an Bord des mit internationalen Sanktionen belegten Öltankers „Tagor“ gegangen. Das aus Russland kommende Schiff sei auf offener See mit Unterstützung mehrerer Partner, darunter Großbritannien, kontrolliert worden, teilt der französische Präsident Emmanuel Macron auf der Plattform X mit. Der Einsatz sei am Sonntag unter strikter Einhaltung des Seerechts erfolgt. Es sei inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgingen und den Krieg finanzierten, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führe, erklärt Macron.

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