Wie die Polizei mitteilt, ist die Einsatzleitstelle gegen 11.30 Uhr über den Lawinenabgang in den Berchtesgadener Alpen informiert worden. Zunächst sei unklar gewesen, ob und wie viele Personen von der Lawine erfasst worden waren. Die Bergwacht Berchtesgaden ließ zunächst zwei Einsatzkräfte mit einem Rettungshubschrauber in das Gebiet fliegen. Vor Ort stellte sich heraus, dass insgesamt fünf Schneeschuhwanderer betroffen waren.

Drei von ihnen hatten laut Polizei bei der Querung der steilen Nordwestseite unterhalb des Windschartenkopfes die Lawine selbst ausgelöst und waren von den Schneemassen bis zu einer Geländekante mitgerissen worden, an der der Hang steil abfällt. Alle drei konnten sich selbst aus der Lawine befreien. Zwei blieben unverletzt, eine Person wurde leicht verletzt und per Rettungshubschrauber in das Krankenhaus nach Bad Reichenhall geflogen.

Trotz der Aussage der Gruppe, sie seien zur Unfallzeit alleine im Bereich des Lawinenhanges unterwegs gewesen, wurde das Lawinenfeld mehrfach mit Lawinenverschüttetensuchgerät, Recco-Sonde und Lawinenspürhunden abgesucht. Es konnten nach Polizeiangaben keine weiteren verschütteten Personen festgestellt werden.

Nach Einschätzung der Einsatzkräfte hatten die Schneeschuhwanderer großes Glück. Sie waren den Angaben zufolge ohne alpine Erfahrung im winterlichen Gebirge unterwegs und trugen weder LVS-Geräte noch weitere Schutzausrüstung.

Bei dem Einsatz waren fünf M der Bergwacht Berchtesgaden, zwei Bergwachthundeführer und ein Notarzt beteiligt. Außerdem waren ein Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Der Lawinenunfall wurde von einem Polizeibergführer und zwei Alpinbeamten polizeilich aufgenommen. fb