Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland meldet Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen
Aktualisiert am 03.06.2026 – 06:57 UhrLesedauer: 9 Min.
Ukrainische Drohne (Archivbild): Russland meldet Tote nach einem ukrainischen Angriff. (Quelle: Evgeniy Maloletka/AP/dpa/dpa-bilder)
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Russland meldet Drohnenangriffe – und verhängt Einreiseverbote gegen Journalisten. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Russland: Sieben Tote bei Drohnenangriff in Region Donezk
Bei einem Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk werden nach Angaben der dortigen Behörden sieben Menschen getötet
und elf weitere verletzt. Die Drohne habe einen Reisebus getroffen, der zwischen Moskau und Simferopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs gewesen sei, teilte der von Moskau eingesetzte Regionalgouverneur Denis Puschilin auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Russland: Gebäude bei Drohnenangriff auf Mitschurinsk beschädigt
Bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Mitschurinsk in der zentralrussischen Region Tambow werden nach Angaben von Gouverneur Jewgeni Perwyschow unter anderem Nebengebäude einer Industrieanlage, ein Wohnhaus und eine Bibliothek beschädigt. Verletzte gebe es nicht, teilt er auf Telegram mit.
Russland meldet Drohnenabschüsse bei Sankt Petersburg und Moskau
Russland meldet den Abschuss mehrerer Drohnen über der Region Leningrad und im Anflug auf Moskau. In der Region im Nordwesten des Landes seien drei Drohnen abgeschossen worden, teilt Gouverneur Alexander Drosdenko im Kurznachrichtendienst Telegram mit. Weitere 13 Drohnen habe die Luftabwehr vor der Hauptstadt abgefangen, erklärt der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin. Unterdessen wird am St. Petersburger Flughafen Pulkowo der Flugverkehr vorübergehend eingeschränkt, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilt. In Sankt Petersburg beginnt in Kürze das Internationale Wirtschaftsforum.
Russland verhängt Einreiseverbote gegen Journalisten
Russland verhängt ein Einreiseverbot gegen fünf britische Staatsbürger, darunter zwei bekannte Journalisten. Der Schritt sei eine Antwort auf die „provokante antirussische Rhetorik britischer Regierungsvertreter, die Verbreitung von Unterstellungen gegen Russland und konkrete Schritte Londons zur Belieferung des Kiewer Regimes mit Waffen“, teilt das Außenministerium in Moskau auf seiner Internetseite mit.
Betroffen von der Maßnahme seien die auf Russland spezialisierte Investigativjournalistin der „Washington Post“, Catherine Belton, sowie der Korrespondent für Sicherheitsthemen der britischen Zeitung „The i“, Richard Holmes. Holmes ist für seine Recherchen ausgezeichnet worden und war Finalist für den Pulitzer-Preis. Auf der Sanktionsliste stehen zudem Vertreter aus einer Denkfabrik sowie aus Unternehmen.
Selenskyj warnt vor neuem massiven russischen Angriff
Nach einem schweren russischen Angriff mit vielen Toten und Verletzten in der Nacht zu Dienstag warnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut vor einer großen Attacke. Noch in dieser Nacht könne es zu einem massiven Angriff kommen, sagte er unter Berufung auf Geheimdienstinformationen in seiner abendlichen Videobotschaft. Erst in der Nacht auf Dienstag hatte Russland die Ukraine erneut mit schweren Luftangriffen überzogen. Selenskyj sprach von 22 Toten und 130 Verletzten.
Selenskyj sagte weiter, Russland stufe ukrainische Unternehmen, die Fortschritte bei der Entwicklung und Produktion von Raketen machten, als vorrangige Ziele ein. Die Ukraine werde darauf reagieren.
