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Von CNA Deutsch Nachrichtenredaktion

Mit deutlichen Worten hat Bischof Hermann Glettler zur österreichischen Woche für das Leben die vorgeburtliche Kindstötung verurteilt. „Es ist eine fundamentale Menschenrechtsverletzung, dass Embryos – auch nur mit einer vermuteten Behinderung – bis zum tatsächlichen Geburtstermin abgetrieben werden können“, so der Bischof von Innsbruck in einem Grußwort.

„Aus zahlreichen Rückmeldungen ist bekannt, dass diesbezügliche Prognosen auch nicht gestimmt haben – und: Was sollen sich Erwachsene mit einer Beeinträchtigung denken?“, fuhr Glettler fort. „Ist es nicht absolut entwürdigend, als belastender und vermeidbarer Kostenfaktor für die Gesellschaft wahrgenommen zu werden?“

Außerdem stellte er klar: „Eine Abtreibung ist keine Gesundheitsleistung, sondern die Beendigung eines menschlichen Lebens.“ Insofern würden Abtreibungen auch nicht in Krankenhäuser gehören. 

Leider gebe es „keine verlässlichen Informationen, welche Gründe Frauen tatsächlich zu einer Abtreibung bewegen“, schrieb der Bischof von Innsbruck. „Um dieses Defizit zu beheben, braucht es eine anonyme, aber verlässliche Motiverfassung und Statistik. Auf der Grundlage dieser Daten können dann konkrete Hilfsangebote erstellt werden.“

„Es sollte uns als Gesellschaft zu denken geben, wenn Menschen aus finanziellen oder sozialen Gründen den Eindruck haben, sich Kinder nicht leisten zu können“, so Glettler. „Ja, wir alle sind gefragt, eine lebensfreundliche Atmosphäre aufzubauen, in der Kinder gewollt und willkommen sind.“

Letztlich müsse man „immer in Demut“ für den Lebensschutz eintreten, mahnte der Bischof: „Niemand von uns kennt die ganze Geschichte eines anderen Menschen. Deshalb gilt unser Respekt sowohl dem ungeborenen Leben als auch den Frauen und Familien, die oft vor schwierigen und schmerzhaften Entscheidungen stehen.“

Abtreibungen sind in Österreich nicht meldepflichtig, weshalb es, anders als etwa in Deutschland, keine offiziellen Zahlen gibt. Die Rede ist aber von 30.000 bis 60.000 ungeborenen Kindern, die pro Jahr in Österreich einer Abtreibung zum Opfer fallen.


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