Um welches Auto geht es?
Wir wollen jetzt nicht gleich sagen, dass die Letzten die Ersten sein werden, aber auffällig ist es schon: Während die europäischen Hersteller mit den wirtschaftlichen Folgen ihrer allzu offensiven Elektrostrategien kämpfen, kommt die Transformation beim weitsichtigen Riesen Toyota so langsam in Fahrt. Der größte Autohersteller der Welt geht ja immer schon kleine, aber kontinuierliche Schritte.
Der bZ4X war 2022 das erste ernsthafte Elektro-Projekt der Japaner und ließ noch reichlich Raum für Verbesserungen. Beim bZ4X-Modellupdate von 2026 hat Toyota dann nicht nur in praktisch allen Details eingegriffen, sondern auch ein verlängertes Schwestermodell nachgeschoben, das ein Coup ist: Elektrische Familien-SUVs sind inzwischen zahlreich, aber so viel Platz wie im bZ4X Touring gibt es darin selten.
Weil die japanischen Hersteller inzwischen intensiv kooperieren, teilt sich der bZ4X Touring die Technik mit dem Subaru E-Outback. Zu den stärksten Konkurrenten im elektrischen D-Segment zählen Tesla Y, Skoda Enyaq und BYD Sealion, wobei Toyotas neues Elektro-Flaggschiff alle überragt und sich mit einer Länge von 4,83 Metern am oberen Rand der Klasse ansiedelt. Das hauseigene Elektro-Kompakt-SUV CHR+ ist 31 Zentimeter niedriger und acht Zentimeter kürzer, hält also eineinhalb Klassen Abstand. Der Modellname ist keinem Passwort-Generator entnommen, sondern lässt sich wie folgt auflösen: bZ steht für „Beyond Zero“ (emissionsfrei und darüber hinaus), die Submarke von Toyota für rein elektrische Fahrzeuge. Die 4 gibt die Modellgröße an, das X steht für die Karosserieform eines Crossovers.
 
Wie schaut er aus?
Dem Zeitgeist entsprechend ist der bZ4X Touring ein SUV-Konzept, aber mit Kombi-ähnlicher Silhouette – das baugleiche Schwestermodell Subaru Outback hat ja eine lange Tradition in diesem Genre. Im Vergleich zum normalen bZ4X ist der Touring ab der C-Säule um 14 Zentimeter verlängert und kommt damit auf stolze 4,83 Meter Gesamtlänge. Die Höhe von 1,67 Meter und der Radstand von 2,85 Metern bleiben gleich wie beim bZ4X.
Der neue Rucksack fügt sich gut in den kantigen Look, der ein echtes Asset ist, die Konkurrenz zeichnet in dieser Klasse oft weniger markant. Schon optisch ist das Auto ein Bulle, eine mächtige Erscheinung auf bis zu 20-Zoll großen Rädern. Die großen mattschwarzen Kunststoff-Elemente an der Flanken geben dem Touring einen rustikaleren, stärker auf Outdoor getrimmten Charakter als dem normalen bZ4X, bei dem die Flanken-Paneele seit dem Facelift eine Klavierlack-Oberfläche haben. Wie stark die schützenden Radkastenverkleidungen beim Touring auffalllen, entscheidet die Farbwahl für die Karosserie.