Inmitten der Diskussion rund um den Stellenabbau in der Bundeswirtschaftskammer hat das Wirtschaftsparlament der Tiroler Kammer am Mittwoch das bereits angekündigte Sparpaket in Form einer schrittweisen Senkung der sogenannten Kammerumlage 2 (KU2) beschlossen. Insgesamt sinke die KU2 durch diesen „klaren Reformschritt“ um 21 Prozent, erklärte Kammerpräsidentin Barbara Thaler (ÖVP).
Der Hebesatz wird in einem dreijährigen Stufenplan von derzeit 0,27 Prozent auf 0,22 Prozent reduziert, blieb es bei dem Mitte Mai bekannt gewordenen Vorhaben. Im Jahr 2027 erfolge zunächst eine Senkung auf 0,24 Prozent, 2028 auf 0,23 Prozent und 2029 schließlich auf ebenjene 0,22 Prozent.
Im Jahr 2025 brachte die von den Arbeitgeberbetrieben zu entrichtende Kammerumlage 2 laut den Verantwortlichen rund 29,5 Mio. Euro. Ab 2030 werde die Senkung – auch dank eines eingebauten Nachhaltigkeitsmechanismus – voraussichtlich mindestens 6,2 Mio. Euro pro Jahr ausmachen.
Die Maßnahme wirke direkt auf die Beschäftigungskosten der Betriebe und entlaste damit vor allem beschäftigungsintensive, größere Unternehmen, so Thaler. Rund zehn Prozent der Mitgliedsbetriebe der Wirtschaftskammer Tirol würden etwa 90 Prozent der Umlagen tragen.
Die daraus entstehenden Mindereinnahmen für die Tiroler WK würden durch „Kostendisziplin, Effizienzsteigerungen, den Abbau von Rücklagen und interne Einsparungen“ kompensiert, wurde erneut angekündigt.
„Wer Reformen von anderen verlangt, muss auch selbst reformbereit sein“, betonte die Tiroler Wirtschaftskammerpräsidentin. Zuletzt hatte es hinsichtlich des Personals auch geheißen, dass frei werdende Stellen – die WK Tirol beschäftigt rund 300 Menschen – nur teilweise nachbesetzt würden. Weitere Reformschritte für andere Zielgruppen würden folgen, wurde in Aussicht gestellt. (APA)