Newsblog zur US-Politik

Weitere Niederlage vor Gericht für Trump

Aktualisiert am 06.06.2026 – 05:56 UhrLesedauer: 12 Min.

Donald Trump im Weißen Haus: Seine Regierung verhängte gegen 39 Länder Einreisesperren – offenbar rechtswidrig. (Archivbild)Vergrößern des Bildes

Donald Trump im Weißen Haus: Seine Regierung verhängte gegen 39 Länder Einreisesperren – offenbar rechtswidrig. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Samuel Corum / Pool via CNP /MediaPunch/imago)

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Die Mitglieder der iranischen Nationalmannschaft haben endlich Klarheit. Die Trump-Regierung muss vor Gericht eine Niederlage einstecken. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Trump wischt hohe Ticketpreise beiseite

Als erster amtierender US-Präsident will Donald Trump kommende Woche ein Spiel der NBA-Finals besuchen. Dass Tickets für die Heimspiele der New York Knicks für den Durchschnittsamerikaner kaum erschwinglich sind, stört den Republikaner dabei nicht. Angesprochen darauf, dass das günstigste Ticket für den Madison Square Garden zum Zeitpunkt der Frage 8.000 US-Dollar (rund 6.900 Euro) koste, sagte Trump: „Die können das im Fernsehen anschauen. Das ist halbwegs kostenlos. So läuft es im Leben. Wenn das Team kein großer Erfolg wäre, könnte man einfacher hingehen.“

Richter erklärt Einreisebeschränkungen für rechtswidrig

Ein US-Bundesrichter hat Einreisebeschränkungen für insgesamt 39 Staaten für ungültig erklärt. Die Auflagen der Regierung von Präsident Donald Trump seien „rechtswidrig“, begründete dies der Richter John McConnell am Freitag. Nach dem Tod einer Nationalgarde-Soldatin bei einem Schusswaffenangriff im November in Washington hatte die Regierung die Einreiseregeln für Afghanistan, Venezuela und zahlreiche weitere Länder verschärft.

Seitdem hätten Menschen aus diesen Ländern keine endgültigen Entscheidungen mehr über ihre Asylanträge, Arbeitserlaubnisse, Green Cards oder Einbürgerungen erhalten, betonte der Richter. Sie befänden sich „unbefristet in einem rechtlichen Schwebezustand“.

Er zitierte eine Erklärung der inzwischen entlassenen Heimatschutzministerin Kristi Noem. Sie schrieb im Dezember im Onlinedienst X, sie habe Präsident Trump „ein vollständiges Einreiseverbot für Bürger jedes verdammten Landes empfohlen, das unsere Nation mit Mördern, Blutsaugern und Sozialschmarotzern überschwemmt hat“.

Iranische Fußballmannschaft darf in die USA einreisen

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat ihre Visa für die Einreise in die USA erhalten. Das bestätigte ein Vertreter des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach wurden die Dokumente nur zehn Tage vor dem ersten WM-Spiel des Teams in Los Angeles ausgestellt.

Zuvor hatte Irans Botschafter in Mexiko erklärt, dass die Mannschaft noch auf die Genehmigungen warte. Die Visa seien dann über Nacht erteilt worden, berichtete Reuters. Die Einreise des Teams stand wegen des militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran monatelang auf der Kippe.

Erst am Donnerstagabend erhielten alle Mitglieder der Mannschaft ihre Visa für die Einreise nach Mexiko. Der iranische Verband hatte zuvor kurzfristig sein WM-Quartier von Arizona ins mexikanische Tijuana verlegt. Dort wird die Mannschaft am Wochenende erwartet. Von der Grenzstadt aus reist das Team zu seinen Gruppenspielen in Los Angeles und Seattle an.

Historisches Gebäude verbannt Trumps Namen „sofort“

Das Kennedy Center in Washington verbannt den Namen von US-Präsident Donald Trump aus offiziellen Dokumenten. Mitarbeiter der weltberühmten Kultureinrichtung seien angewiesen, Trumps Namen „sofort“ aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen und von Anrufbeantwortern zu entfernen, hieß es in einem am Donnerstag (Ortszeit) versendeten Memo, das mehreren US-Zeitungen vorlag. Bis zum 12. Juni müssten zudem Webseite, Broschüren und Schilder im Innen- und Außenbereich geändert werden.