Am Wasser des Ohridsees mit Blick auf die Häuser, die am Ufer erbaut wurden.

Am Wasser des Ohridsees mit Blick auf die Häuser, die am Ufer erbaut wurden.

picture alliance / pressefoto_korb | Micha Korb

Urlauber in Südeuropa profitieren von erheblichen Preisvorteilen bei Hotels und Restaurants.
Nordmazedonien und Bulgarien bieten die günstigsten Preise, bis zu 52 Prozent unter dem deutschen Niveau.
Nordeuropäische Länder wie Dänemark und Norwegen sind deutlich teurer, mit bis zu 49 Prozent Aufschlag.

Wer in diesem Sommer Urlaub in Südeuropa plant, kann beim Restaurantbesuch und bei der Hotelübernachtung deutlich sparen. Das Statistische Bundesamt hat die Preisniveaus für Gaststätten- und Hoteldienstleistungen in europäischen Urlaubsländern verglichen – mit klaren Ergebnissen.

Nordmazedonien und Bulgarien führen die Liste der günstigsten Reiseziele an. Im April 2026 lagen die Preise dort 52 beziehungsweise 47 Prozent unter dem deutschen Niveau. Urlauber zahlen in diesen Ländern also nur etwa die Hälfte dessen, was sie hierzulande für vergleichbare Leistungen ausgeben würden.

Hier zahlt ihr 52 Prozent weniger im Urlaub

Auch andere südeuropäische Destinationen bieten erhebliche Preisvorteile. Montenegro verzeichnet ein um 39 Prozent niedrigeres Preisniveau, Portugal liegt 30 Prozent unter Deutschland, Spanien 22 Prozent darunter. Selbst beliebte Mittelmeerinseln bleiben günstiger: Malta mit minus 20 Prozent, Zypern mit minus 19 Prozent, Griechenland mit minus 18 Prozent.

Kroatien und Italien markieren unter den südeuropäischen Urlaubsländern die obere Preisgrenze. Doch selbst dort kostet ein Restaurantbesuch oder eine Hotelübernachtung noch 9 beziehungsweise 2 Prozent weniger als in Deutschland.

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Nachbarstaaten oft teurer als gedacht

Die gut erreichbaren Nachbarländer sind nicht automatisch günstiger. Das Destatis hat auch diese Länder unter die Lupe genommen – mit teils überraschenden Ergebnissen.

Tschechien sticht mit einem 30 Prozent niedrigeren Preisniveau bei Gaststätten und Hotels hervor. Polen folgt mit minus 12 Prozent, Frankreich mit minus 4 Prozent. Wer dagegen nach Österreich fährt, zahlt bereits 1 Prozent mehr als hierzulande.

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Belgien (plus 13 Prozent) und die Niederlande (plus 14 Prozent) liegen deutlich über deutschem Niveau. Besonders teuer wird es in Dänemark mit 29 Prozent Aufschlag und in der Schweiz mit plus 49 Prozent.

Nordeuropa kostet deutlich mehr

Die nordischen Länder zählen durchweg zu den teureren Reisezielen. Im März 2026 mussten Urlauber in Finnland 10 Prozent mehr zahlen als in Deutschland, in Schweden 12 Prozent mehr. Norwegen verlangt 34 Prozent Aufpreis.

Island toppt alle verglichenen Länder: Dort kostet ein Hotelaufenthalt oder Restaurantbesuch 49 Prozent mehr als in Deutschland – genauso viel wie in der Schweiz.

Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht die Unterschiede: Wer in Deutschland 100 Euro für eine Restaurant- und Hoteldienstleistung ausgibt, zahlt in Spanien im Schnitt nur 78 Euro. Das Statistische Bundesamt ermittelte die Vergleichswerte auf Basis der von Eurostat berechneten Kaufkraftparitäten.

bohy