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Mailand/Como (Italien) – Ihre Liebe hat überlebt, als vieles andere zerbrach. Jetzt sprechen Boris Becker (58) und seine Frau Lilian de Carvalho Monteiro (36) so offen wie nie. Über die schwerste Zeit ihres Lebens. Und darüber, wie ihre Liebe sie durch die Krise getragen hat.
Als Becker 2022 in Großbritannien ins Gefängnis musste, verlor der Tennisheld nicht nur seine Freiheit. Sein Leben geriet aus den Fugen. Viele Menschen waren plötzlich weg. Doch Lilian blieb. Heute, nach der Hochzeit 2024 in Portofino (Italien) und der Geburt von Tochter Zoë 2025, blicken sie zurück auf die Zeit, die ihre Liebe auf die härteste Probe stellte. Das Gespräch erschien im Schweizer Magazin „Interview by Ringier“ und wurde von Ringier-CEO Marc Walder (60) geführt. BILD darf exklusiv für den deutschen Markt daraus berichten.

Boris Becker und Lilian de Carvalho Monteiro blicken heute mit Dankbarkeit auf die Jahre zurück, die ihre Liebe auf die härteste Probe stellten. Das Foto ist im „Grand Hotel Tremezzo“ am Comer See in Italien entstanden
Foto: Sven Bänziger
Boris Becker vor der Haft: „Warte nicht auf mich“
„Eine Woche bevor ich ins Gefängnis musste, habe ich zu Lilian gesagt: ,Du bist jung, erfolgreich, intelligent und finanziell unabhängig. Warte nicht auf mich‘“, erzählt Becker. Doch seine Worte trafen die Risikoanalystin tief. „Ich war unglaublich enttäuscht“, sagt sie. „Er hat damit unsere Verbundenheit infrage gestellt. Für mich war das nie ein Thema. Ich bin nicht die Art von Frau, die ihren Partner verlässt, wenn es schwierig wird.“ Während Lilian auf die Unterstützung ihrer Familie zählen konnte, machte Boris eine schmerzhafte Erfahrung. „Vor meiner Gefängniszeit hatte ich gefühlt 1000 Freunde“, sagt er. „990 davon haben mir den Rücken gekehrt.“ Heute fällt es Lilian schwer, überhaupt noch an diese Zeit zurückzudenken: „Wir leben heute in einer völlig anderen Phase unseres Lebens. Wir mussten dafür kämpfen.“

Becker: „Jeder kann fallen. Egal, wie reich oder arm er ist. Entscheidend ist, wie man wieder aufsteht.“
Foto: Sven Bänziger
Lilian Becker über ihre Liebe: „Ich bin stolz auf uns“
Lilian erzählt, wie oft sie gefragt wurde, warum sie überhaupt geblieben sei. „Die Lebensgeschichte von Boris und mir soll sein: wie wir überlebt haben, wie wir es geschafft haben, diese Hetze, diese Lügen, diese öffentliche Beschämung zu überwinden. Boris ist mit beinahe unfassbarer Kraft vorangegangen. Natürlich hat man mich gefragt, warum ich bei ihm bleibe. Er war pleite. Am Boden. Aber ich bin stolz auf uns. Boris ist ein sehr verlässlicher Mensch.“

In der aktuellen Ausgabe von „Interview by Ringier“ sprechen Boris Becker und Lilian de Carvalho Monteiro so offen wie selten zuvor über die schwerste Zeit ihres Lebens und über ihre Liebe
Foto: Sven Bänziger
Die Angst vor dem gebrochenen Boris Becker
Besonders groß war ihre Angst vor dem Tag seiner Rückkehr aus dem Gefängnis. „Viele haben mir gesagt, Boris würde als gebrochener Mann zurückkommen“, erzählt sie. Doch genau das trat nicht ein. „Das größte Geschenk für mich ist, dass Boris das Leben immer noch liebt. Dass er positiv geblieben ist. Nach allem, was er erlebt hat, ist das für mich bis heute ein Wunder.“ Becker blickt seine Frau lange an: „Ich darf heute mein allerbestes Leben leben.“

Aus Krise wurde Kraft: Nach Haft, öffentlichen Rückschlägen und vielen Enttäuschungen haben Boris Becker und seine Frau Lilian ihr persönliches Glück gefunden – mit Tochter Zoë als größtem Geschenk
Foto: borisbeckerofficial/Instagram
Der frühere Tennis-Champion weiß, wie viel er seinem privaten Glück verdankt. „Dass ich mit Lilian leben darf. Dass sie meine Frau ist. Dass wir unsere Tochter Zoë haben. Hätte mir jemand vor zehn Jahren gesagt, dass ich heute hier sitze, hätte ich ihn für verrückt erklärt.“ Für beide steht fest: Die schweren Jahre gehören zu ihrer Geschichte.