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Washington/Teheran – Zwischen Israel und dem Iran schweigen die Waffen vorerst wieder, doch von Frieden kann keine Rede sein. Als die USA und Israel Ende Februar den Krieg gegen die Mullahs begannen, hatten sie vier große Ziele: das iranische Atomprogramm stoppen, das Raketenarsenal ausschalten, die Marine schwächen und sogar das Regime in Teheran zu Fall bringen. Mehr als drei Monate später ist keines dieser Ziele erreicht. Stattdessen hat der Krieg den US-Präsidenten Donald Trump (79) geschwächt. Hat er also überhaupt noch die Chance auf einen Deal?
Zumindest Trump selbst hat daran natürlich keinen Zweifel. Nachdem Berichte aufgekommen waren, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76) habe sich über Warnungen aus Washington hinweggesetzt, wies der US-Präsident dies entschieden zurück. „Wenn ich ihm sage, dass er etwas tun soll, dann tut er es“, sagte Trump laut BBC über Netanjahu. „Wir stehen kurz davor, einen sehr mächtigen Deal zu unterschreiben, einen sehr guten Deal“, behauptete Trump.

Trump ist sicher: Netanjahu hört auf seine Ansagen
Foto: Jonathan Ernst/REUTERS
Experte warnt vor Symbol-Deal
US-Experte Thomas Jäger (65) sieht zwar weiterhin Chancen für eine Einigung. Allerdings komme es darauf an, „was man darunter versteht“. Der Experte meint: Trump könnte versuchen, eine bloße Absichtserklärung als großen Erfolg zu verkaufen. Denn „Trump braucht ein Dokument und einige Zusagen, um den Krieg für siegreich beendet erklären zu können“, so Jäger zu BILD.
Prof. Thomas Jäger ist Professor für internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln. Ein Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre liegt in der Analyse der deutschen und US-amerikanischen Außenpolitik.
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Die Antwort ist also: Ja, Trump hat noch die Chance auf einen Deal. Aber wohl nicht den großen Frieden, den er versprochen hat. Sondern nur ein Abkommen, das den Konflikt vorerst einfriert. Der Haken: Viele der zentralen Streitfragen würden damit lediglich verschoben. Denn der „Iran will nicht mehr als Verhandlungen, um seine Isolation zu durchbrechen“, meint Jäger.
Das ernüchternde Fazit des Experten: Am Ende könnte die Welt nahezu am gleichen Punkt stehen wie vor dem Krieg – „nur dass Iran jetzt mit der Straße von Hormus drohen kann“. Und Trump? Der könnte sich trotzdem als Friedensstifter feiern lassen. Sein Deal wäre dann vor allem eines: ein politischer Erfolg auf dem Papier.