Apsilon möchte „nichts mit denen zu tun haben, die das Land hier an die Wand fahren“. Folglich sagt er sich auf seiner neuesten Single „Keiner von euch“ von einigen deutschen Politikern los. Dabei stichelt er auch gegen Lars Klingbeil. „Warum folgst du mir auf Insta?“, fragt Apsilon den Vizekanzler und fordert im selben Atemzug, dass er „lieber [ein] bisschen Abstand“ halten sollte. In einer neuen Folge des „Zum Dorfkrug“-Podcasts der Kollegen von Diffus reagiert der SPD-Politiker nun auf diese Line.
„Ich folge ihm, weil ich die Musik mag“: Lars Klingbeils Meinung zum Apsilon-Diss
Laut eigener Aussage habe Klingbeil unterschiedliche Gefühle zu der Zeile von Apsilon. Zunächst einmal gibt er zu: „Es hat mich ein bisschen getroffen.“ Der Vizekanzler hält Apsilon nämlich für einen „großartigen Künstler“, der die Probleme in „Migrationsbiografien“ aufzeigen würde. „Ich folge ihm, weil ich die Musik mag“, sagt er, und lobt dabei namentlich Songs wie „Baba“ und „Sommermärchen“ für die wichtigen Perspektiven, die der 29-jährige Rapper damit liefern würde. Nichtsdestotrotz komme der Angriff eines Künstlers, dem er eine Menge abgewinnen kann, für ihn natürlich überraschender als beispielsweise von einem Rechtsextremen, bei dem er bereits wisse, dass dieser gegen ihn sei.
Andererseits sei es aber auch das gute Recht eines Künstlers, „sich von einem Vizekanzler zu distanzieren“. Klingbeil räumt ein, dass sein 20 Jahre jüngeres Ich vermutlich ebenfalls kritischer auf seine heutige Person blicken würde. Er versteht aber, dass er als Politiker das schlicht aushalten müsse. Schließlich habe er sich für einen Beruf entschieden, in dem er von Leuten auch kritisiert werden darf – gerade in einer funktionierenden Demokratie. Gleichzeitig denkt er – und hier würde auch das persönliche Empfinden mit reinspielen -, dass er „nicht der Gegner“ sei. In der aktuellen politischen Lage gebe es einige „andere Kräfte“, um die es eigentlich gehen müsse und auf die es sich zu konzentrieren gelte.
Apsilons Song „Keiner von euch“ ist am 28. Mai erschienen. Die Podcastfolge wurde am selben Tag aufgezeichnet. Klingbeil sagt daher dort, dass er den Song noch hören müsse und ihn trotz der Anfeindung „wahrscheinlich sogar sehr gut finden“ werde.
Hier kannst du dir den Ausschnitt aus der Podcastfolge anschauen. Die gesamte Episode erscheint am kommenden Sonntag: