Direkt nach dem Konzert postete er auf seiner Bandseite, der Gig beim Nova Rock wäre einer der besten seines Lebens gewesen. Nicht schlecht für eine Karriere, die fast 40 Live-Jahre andauert. „Ich hatte auf der Bühne einen tollen Platz, der Sound war großartig und den Leuten vor der Bühne hat es gefallen. Einen Festivaltag mit Musik zu eröffnen, die härter ist als das meiste, was sonst hier spielt, ist nicht leicht, aber nach dem dritten Song habe ich bemerkt, dass das Publikum und wir eine Einheit sind. Es war einer dieser magischen Momente, die du als Musiker dann nie wieder vergisst.“ Für den 58-Jährigen ist diese Ära mit Six Feet Under eine Art zweite Karriere – viele Jahre war er alkohol- und drogenabhängig. Mittlerweile hat er sich von den Dämonen befreit und zeigt sich dankbar und motiviert, diese Chance zu nützen. Privat hört die Ikone des Abseitigen lieber zugänglichen Rock wie Bob Dylan oder The Cure. Bis zur letzten Minute hoffte er darauf, sich die Show von Robert Smith und Co. von der Bühnenseite aus anschauen zu dürfen. „Ich hoffe, dass es klappt. Meine Frau und ich sind Riesenfans.“ Mit Six Feet Under will Barnes so schnell wie möglich wiederkommen – in dieser Form ist das nur zu begrüßen.