Die rund 250.000 von der Bau- und Holzgewerkschaft (GBH) vertretenen Beschäftigten verdienen künftig spürbar mehr. Im Schnitt steigen die Löhne um 3,5 Prozent, gab die Gewerkschaft bekannt. Für einen Facharbeiter in der Bauindustrie bedeute das rund 1690 Euro mehr Einkommen pro Jahr. Ein Fliesenleger erhält rund 1550 Euro zusätzlich.

GBH-Bundesvorsitzender und SPÖ-Nationalratsabgeordneter Josef Muchitsch bedankte sich ausdrücklich bei der Arbeitgeberseite: „Die Verhandlungen waren offen, ehrlich und von gegenseitigem Respekt geprägt. Das ist nicht selbstverständlich“, so Muchitsch.

Die jüngsten Verhandlungen seien trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abgeschlossen worden, teilte die Arbeitnehmervertretung mit. Die stärksten Abschlüsse erreichten Bauindustrie, Baugewerbe und Karosseriebau mit jeweils plus 3,6 Prozent. Holzbau, Baunebengewerbe, Tischler, Fliesenleger, Maler, Tapezierer, Steinarbeiter sowie die Wildbach- und Lawinenverbauung folgen mit plus 3,5 Prozent.

Die Gewerkschaft hob anlässlich des aktuellen Abschlusses die langfristige Einkommensentwicklung hervor. Seit 2019 seien die Einkommen in den GBH-Branchen um insgesamt 31,4 Prozent gestiegen, bei einer Inflation von insgesamt 27,3 Prozent. „Die Kaufkraft der Beschäftigten wurde damit nicht nur abgesichert – sondern spürbar verbessert“, so die Gewerkschaft: „Die vergangenen Jahre waren von Pandemie, Rekordteuerung, wirtschaftlicher Unsicherheit und zuletzt internationalen Krisen geprägt.“ (TT)