Und tatsächlich ist die Serie großartig gelungen. Regisseurin S. J. Clarkson lässt das Handlungsgerüst zwar bestehen, muss aber alleine schon aufgrund der viel längeren Sendezeit weiter ausholen, wodurch man die Figuren und ihre mannigfaltigen Geheimnisse viel besser kennenlernen kann. Auch die kleinen und großen Grausamkeiten, mit denen die Familie Bowden terrorisiert wird, werden an die digitalen Stalking-Möglichkeiten unserer Zeit angepasst. Als unwiderstehlichen Bösewicht hat man Javier Bardem ausgewählt, dem man ansieht, wie sehr es ihm Spaß macht, nuancierte Psychospielchen mit seinen Opfern zu treiben.