
In Innsbruck entnahm man Eierstockgewebe bei jungen Krebspatientinnen
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Die Innsbrucker Klinik hat mit zwei Eingriffen im Jahr 2025 und 2026 bei krebskranken Mädchen unter zehn Jahren österreichweit erstmals Eierstockgewebe entnommen und eingefroren. Damit soll der Fruchtbarkeitserhalt nach schweren Krebstherapien ermöglicht werden. Relevante Daten für diese „Fokusverschiebung“ hatte zuvor eine Studie der Medizinischen Universität Innsbruck mit 500 krebskranken Kindern geliefert, betonten Mediziner am Montag bei einer Pressekonferenz.
Diese Daten, die einen Zeitraum von 18 Jahren umfassen, hätten nämlich gezeigt, dass die „Fertilitätsprotektion“ – also eben die Entnahme und das Einfrieren von Eierstockgewebe zum Fruchtbarkeitserhalt – nur bei einem sehr kleinen Teil der betroffenen Kinder umgesetzt worden sei. „Die Fertilität und damit verbundene Beratungen spielten so gut wie keine Rolle, sondern es ging primär ums Überleben der jungen Patientinnen“, skizzierte Bettina Böttcher, Oberärztin an der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und Vorstandsmitglied im FertiPROTEKT-Netzwerk.