Deutschlands erstes H₂-Heiznetz geht in den Regelbetrieb: Zehn Haushalte in Hohenwart heizen durchgehend mit 100 % Wasserstoff. Dass die Technik funktioniert, bestreitet niemand. Doch ist das auch sinnvoll?

Wasserstoff-Heizgeräte laufen auf einem Prüfstand im Labor des Herstellers Vaillant.
Foto: picture alliance/dpa | Oliver Berg
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Was in Hohenwart getestet wird
Wie klimaneutral ist die Wärme?
Wärmepumpe gegen Wasserstoffkessel
Eine Wärmepumpe nutzt den Strom dagegen direkt und kann darüber hinaus Wärme aus der Umwelt hinzuziehen. Aus 1 kWh Strom macht sie daher mehrere kWh Wärme – im Schnitt 3,4, wie das Fraunhofer ISE 2025 in einer vierjährigen Feldstudie an 77 Anlagen im Gebäudebestand gemessen hat. Die effizientesten kamen auf 5,4.
Beim Wasserstoff ist es genau andersherum: Aus einer Kilowattstunde Strom bleibt am Ende der Kette – Elektrolyse, Verdichtung, Transport, Verbrennung – weniger als 1 kWh Wärme.
Die Verbraucherkosten einer Wasserstoffheizung liegen im Schnitt 86 % über denen einer Wärmepumpe. Günstiger war Wasserstoff in keiner Studie.
Sucht man die günstigste Art, alle Gebäude klimaneutral zu heizen, entsteht ein Technologie-Mix. Darin liefert Wasserstoff im Schnitt nur 1 % der Wärme. Fast überall ist eine andere Technik also billiger.
In einer britischen Ökobilanz schnitten Wasserstoffkessel in allen 19 untersuchten Umweltkategorien (darunter etwa Wasserverbrauch und Ressourcenbedarf) sogar am schlechtesten ab, die Wärmepumpe am besten.
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