Die X-Men kehren zurück und erleben in Staffel 2 der Zeichentrickserie „X-Men ’97“ neue aufregende Abenteuer. Diesmal bekommen es Wolverine & Co. mit dem übermächtigen Mutanten Apocalypse zu tun. Ob ihr euch das ansehen solltet, verraten wir euch in unserem Ersteindruck.
Während viele PlayStation-5-Spieler derzeit vor allem dem Release des Actionspiels „Marvel’s Wolverine“ entgegenfiebern dürften, stürzt sich Logan vorab in Staffel 2 von „X-Men ’97“ in ein neues Abenteuer. Dieses setzt nach dem mitreißenden Finale der 1. Season an und führt die Geschichte endlich fort. Darin müssen sich die X-Men in insgesamt neun Episoden gegen den übermächtigen Mutanten Apocalypse behaupten.
Vorab durften wir uns bereits die ersten vier der kommenden neun Folgen der Zeichentrickserie anschauen. Ob uns die actionreiche Reise der X-Men erneut begeistern konnte, verraten wir euch in den nachfolgenden Zeilen unseres Ersteindrucks. Ehe es losgeht, nur noch eine Info vorab: Wir haben uns die vier Episoden in der englischen Originalversion angesehen. Zur deutschen Synchro können wir euch leider nichts sagen.
Zukunft ist Vergangenheit
Nach dem Finale der 1. Staffel finden sich unsere Helden voneinander getrennt an unterschiedlichen Punkten der Zeitlinie wieder. Professor X, Magneto, Rogue sowie Nightcrawler hat es zum Beispiel ins Jahr 3000 v. Chr., genauer ins Alte Ägypten, verschlagen. Cyclops, Jean Grey, Wolverine und Storm sind indes in der Zukunft des Jahres 3960 gelandet. Ein dystopisches, hoffnungsloses Zeitalter.
Währenddessen trommelt Cable in der Gegenwartshandlung von „X-Men ’97“ eine besonders schlagkräftige Sondereinheit zusammen. Doch egal an welchem Punkt der Zeitlinie sich unsere Protagonisten befinden, es eint sie ein gemeinsames Ziel: Der Kampf gegen Apocalypse. Als einer der ersten Mutanten stellt dieser eine mehr als immense Bedrohung für die gesamte Welt dar und nur vereint hätten unsere Superhelden auch nur den Hauch einer Chance gegen ihn.
Auf diese Weise schafft „X-Men ’97“ in seiner 2. Staffel eine überaus spannende Ausgangssituation, die uns direkt in ihren Bann gezogen hat. En Sabah Nur beziehungsweise Apocalypse ist hierbei zudem eine hervorragende Wahl für einen Bösewicht. Er ist nicht nur unsterblich, sondern eines der mächtigsten irdischen Wesen im Marvel-Universum. In seinen Augen verdienen es nur die Stärksten, zu überleben.

Rise of Apocalypse
Ein weiterer Grund, warum Apocalypse in Season 2 der Zeichentrickserie so gut als Oberschurke funktioniert – abgesehen von seinen überwältigenden Kräften – ist der Umstand, dass sich die Macher ausreichend Zeit nehmen, ihn den Zuschauern näherzubringen. In der Vergangenheit treffen Magneto & Co. auf einen noch jungen En Sabah Nur, bevor dieser einige Zeit darauf seine immensen Kräfte erhält.

En Sabah Nur ist einer der ersten Mutanten im Marvel-Universum.
Wir treffen Apocalypse hier an einem Punkt in seinem Leben, in dem er als einer der ersten Mutanten von seiner Vergangenheit schwer gezeichnet ist. Den Großteil seiner Kindheit und Jugend hat er als Sklave gefristet. Erst Jahre später beginnt er, das wahre Ausmaß seiner Macht zu erahnen und begehrt daraufhin gemeinsam mit anderen Sklaven gegen seinen König auf.
Magneto und Professor X haben die Hoffnung, den noch jungen En Sabah Nur auf den richtigen Weg führen zu können. Auf diese Weise könnten sie womöglich nicht nur verhindern, dass er zu Apocalypse wird, sondern auch zahlreiche Leben in der Zukunft retten. Allerdings hadern sie zwischenzeitlich auch immer wieder mit ihrem Vorhaben, denn das Verändern der Zeitlinie kann fatale Konsequenzen nach sich ziehen.

Zu mir, meine X-Men!
Doch nicht nur in der Vergangenheit denken unsere Helden in der 2. Staffel von „X-Men ’97“ darüber nach, in den Lauf der Geschichte einzugreifen, sondern auch in der Zukunft. Cyclops und Jean lernen nämlich eine spezielle Figur kennen, der ein besonderes Schicksal vorherbestimmt ist. Damit sie dieses erfüllen kann, müssen sie jedoch wieder zurück in die Vergangenheit. Ein herzzerreißendes Dilemma.

Apocalypse ist der Oberschurke von „X-Men ’97“ Staffel 2.
Wirklich subtil gehen die Autoren mit dem Thema „Schicksal“ übrigens nicht unbedingt um. Stattdessen wird dessen Bedeutung regelrecht mit dem Holzhammer immer wieder in die Zuschauer reingeprügelt. Hier wäre weniger mehr gewesen. Da wir gerade schon ein bisschen meckern: Auch die Fülle an neuen Charakteren, die in Season 2 ihre Premiere feiern, könnte für Marvel-Neulinge mitunter etwas überfordernd sein.
Darüber hinaus greift „X-Men ’97“ in seiner 2. Staffel Elemente auf, die in den Live-Action-Produktionen des Marvel Cinematic Universe bereits ad acta gelegt worden sind. Ohne zu viel verraten zu wollen, verbirgt sich hinter dem Pharao im Alten Ägypten mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Des Weiteren hat die Art und Weise, wie Apocalypse entsteht, Verbindungen mit dem kosmischen MCU.

Spektakuläre Mutanten-Action
Dafür entschädigt jedoch die einmal mehr hervorragende Inszenierung, die einige mitreißende Actionszenen auf den Bildschirm zaubert. Hieran mitgewirkt hat, wie bereits bei Staffel 1 von „X-Men ’97“, erneut das südkoreanische Studio Mir. Dieses ist nicht nur für Serienhits wie „Die Legende von Korra“ und „Devil May Cry“ bekannt, sondern auch für den Netflix-Zeichentrickfilm „The Witcher: Nightmare of the Wolf“.

„X-Men“-Heldin Jubilee darf in einer spektakulären Actionszene ordentlich austeilen.
Besonders in Erinnerung geblieben sind uns in den ersten vier Episoden von „X-Men ’97“ Staffel 2 zwei Actionszenen. In einer steht Jubilee im Mittelpunkt, die es im Alleingang mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnimmt. Dank ihrer explosiven Superkräfte fackelt sie ein wahres Feuerwerk auf dem Bildschirm ab, das uns, auch dank des rockigen Soundtracks in dieser Szene, richtig mitgerissen hat.
In der anderen Actionszene steht En Sabah Nur im Mittelpunkt, der im Kampf gegen einen hochrangigen Gefolgsmann des Pharao seine gewaltigen Kräfte zur Schau stellt. Hier wird bereits angedeutet, zu was für einer Naturgewalt er einmal werden wird, während er durch seine Gegner regelrecht hindurchpflügt. Hiervon dürfen sich die kommenden Live-Action-„X-Men“-Filme gerne eine Scheibe abschneiden.
„X-Men ’97“ Staffel 2 startet am 1. Juli 2026 exklusiv bei Disney+.
Cyclops, Storm, Wolverine & Co. präsentieren sich in den ersten vier Episoden von „X-Men ’97“ Staffel 2 einmal mehr in Höchstform und scheinen somit genau dort weiterzumachen, wo sie im Finale von Season 1 aufgehört hatten. Hier kommen nicht nur Fans der ursprünglichen Zeichentrickserie und der Comic-Vorlage auf ihre Kosten, sondern auch all jene, die sich gerne von einem spannenden Superhelden-Abenteuer mitreißen lassen.
Getragen werden die neuen Episoden der Zeichentrickserie nicht nur von einer spannenden Zeitreise-Story sowie mit Apocalypse einem komplex gezeichneten Bösewicht, sondern auch von einer hervorragenden Inszenierung, die sich vor anderen MCU-Ablegern keineswegs verstecken muss. Die eine oder andere Kleinigkeit ist uns zwar negativ aufgefallen, dennoch sind wir mehr als guter Dinge, dass die Fortsetzung der gefeierten 1. Staffel in Nichts nachstehen wird.
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