Elon Musk will wegen der Berichterstattung des ZDF während der rassistisch motivierten Proteste in Nordirland
rechtliche Schritte gegen den Sender einleiten. »Gegen das ZDF wird
wegen seiner ungeheuerlichen Lügen rechtlich vorgegangen«, schrieb der Billionär in seinem Onlinedienst X. Zuvor hatte der deutsche
Publizist Julian Reichelt auf X eine Sendung des ZDF kritisiert, in der
behauptet worden sei, Musk hätte »zur Jagd auf Migranten aufgerufen«.
Musk hatte
vergangene Woche auf X Beiträge des Rechtsradikalen britischen Aktivisten Tommy Robinson sowie des Vorsitzenden der
rechtsextremen Partei Restore UK, Rupert Lowe, weiterverbreitet. Der X-Eigentümer hatte sich den Aufrufen Robinsons zu Protesten in ganz
Großbritannien angeschlossen und an seine 240 Millionen Follower auf X
geschrieben: »Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich
etwas ändern.«
Julian Reichelt will das ZDF zerschlagen
Reichelt bezeichnete das ZDF als »Festung der Lügen«. Musk
habe nicht »zur Jagd auf Migranten aufgerufen«, schrieb der Publizist. Dies seien vielmehr
»Propagandalügen«.
Später teilte Reichelt auf X ein Foto, das
mutmaßlich eine Antwort des ZDF auf Reichelts Vorwürfe zeigt. In der
Erklärung heißt es, die Formulierung sei »unpräzise und dadurch
missverständlich« gewesen. Reichelt sprach hingegen von »blanken Lügen«
und forderte, das ZDF zu »zerschlagen«. Musk antwortete auf den Beitrag Reichelts mit der Ankündigung, rechtliche Schritte gegen den deutschen Sender einzuleiten.
© Lea Dohle
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In der Nähe von Belfast gab es vergangene Woche gewalttätige rassistisch motivierte Proteste. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen Steine
werfende Demonstranten vor. Fahrzeuge und auch Häuser wurden in Brand
gesteckt. Zu den Demonstrationen hatten rechtsextreme Aktivisten
aufgerufen. Auslöser war die Veröffentlichung eines Videos eines Messerangriffs, für den ein sudanesischer Migrant
verantwortlich gemacht wird.
Reichelt ist Chefredakteur des als
rechtspopulistisch eingestuften Onlineportals Nius. Bis zum Herbst
2021 war er Chefredakteur der Bild-Zeitung.
Gewalt in Nordirland
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