Als Partner ist das Risiko für Wacker Innsbruck bei solchen Transfers verhältnismäßig gering. Abgesehen vom Gehalt – für Profis, sprich Schlüsselarbeitskräfte, aus Nicht-EU-Staat liegt es bei rund 3.400 Euro Brutto pro Monat – fallen kaum Kosten an.
Auf nähere Vertragsdetails möchte Jakob Griesebner zwar nicht eingehen, spricht aber von einem „guten Austausch“. Naheliegend wäre, dass in diesem Sinne die Konditionen für eine Weiterbeschäftigung leistbar gestaltet wurden. Offensichtlich ist der Verein in der Lage, Transfersummen in einem vernünftigen Bereich aufzustellen und ist nicht darauf beschränkt, ablösefrei zu verpflichten. Der Leistungsgedanke stehe jedenfalls im Vordergrund, meint Griesebner.
Umgekehrt ist der Verein nicht gezwungen, eigene Leistungsträger abzugeben, berichtet der Sportvorstand. „Die eine oder andere Anfrage hat es schon gegeben. Es war aber nichts dabei, das wir hätten machen müssen. Prinzipiell fühlen sich die Spieler auch immer sehr wohl und sind nicht unbedingt vernarrt darauf, wegzugehen.“
Networking
Bislang galt bei Wacker die Devise, bei der Kaderplanung immer ein Jahr voraus zu sein. Griesebner hofft, auch in Zukunft an diesem Modell festhalten zu können. „Wir wollen dieses Ziel weiter verfolgen, auch wenn es natürlich nicht einfacher wird. Wir befinden uns aus meiner Sicht bereits jetzt auf einem guten Niveau. Natürlich schauen wir, dass wir das Ganze besonders im Falle eines Aufstiegs noch einmal weiterentwickeln.“
Mit Blick auf die kommende Saison wurde auch ein vierter Spieler im Winter verpflichtet: Stürmer Matej Kvacek kam kurz vor Ende der Transferphase aus Tschechien. Der großgewachsene 18-Jährige war Teil des „FC Bayern World Squad“, einer Auswahlmannschaft, die unter der Leitung von Roy Makaay auffälligen Spielern aus Scouting-Programmen und Partnerakademien der Münchner eine Plattform bieten soll.
Mit Daniel Francis und Matteo Franzotti hat Wacker bereits zwei Absolventen im Kader. Wie die Neuzugänge aus Uruguay war Kvacek bereits im Herbst zur Probe in Tirol und konnte mit Physis und einem guten Abschluss überzeugen. Eine ursprünglich in Erwägung gezogene Leihe im Frühjahr kam nicht zustande.